Substanz statt heißer Luft bei "smarten" Themen
Beim Thema "Smart City" läuten bei mir die Alarmglocken: Heißt das, mehr Videoüberwachung an öffentlichen Orten? Dann hätte ich lieber echte Augen dort, da sind nämlich echte Menschen dran die direkt eingreifen können, wenn was passiert, anstatt nur hilflos aufzuzeichnen. Heißt das, irgendein Venture-Capital-Startup das an E-Rollern Luftsensoren anbringt braucht 2 Jahre, um herauszufinden, was wir sowieso schon wissen: Dass die Luft in einer flächenversiegelten Innenstadt ungesund ist? Heißt das, wir bauen noch ein energiefressendes Rechenzentrum für das goldene Kalb der künstlichen "Intelligenz"?
Ich will Tram-Abfahrtsanzeigen, die funktionieren. Ich will beim Stadtmobil verlässlich sehen können, ob das E-Auto gerade wirklich lädt. Ich will ein Stromnetz, das Balkonsolar aufnehmen kann. Städtische Websites, die barrierefrei und übersichtlich sind. Kurz: Funktionierende IT statt Buzzwort-Bingo.
Und wenn wir dann in die Zukunft kucken, können wir ja Anwendungen fördern, die echte Probleme beim Umstieg auf erneuerbare Energien lösen: Zum Beispiel "smarte" Verbraucher wie Wasch- und Spülmaschinen und E-Autos, die ihren Energieverbrauch (in einem vom Nutzer festgelegten Zeitrahmen) an die im Netz verfügbare Leistung anpassen.