Tiefgaragen in neuen Wohnvierteln mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr werden in Zukunft teilweise leerstehen. werden in Zukunft
Auf den Baufeldern in der Nordstadt, die jetzt für Wohngruppen vorgesehen sind, zwingt der Bebauungsplan zu 0,7 Tiefgaragen-Stellplätzen. Der Schlüssel ist jetzt schon zu hoch, viele Wohngruppenmitglieder haben gar kein Auto, nutzen Carsharing, Fahrräder, Pedelecs bis hin zu Lastenfahrrädern. Was sollen wir mit den in den nächsten Jahren freiwerdenden Tiefgaragenstellplätzen anfangen, wenn der Individualverkehr erwartungsgemäß abnimmt.
Hier könnte Karlsruhe von den guten Beispielen in anderen Städten lernen, wie Freiburg, wo der Schlüssel bei gutem Anschluß an den öffentlichen Nachverkehr auf 0,3 abgesenkt wird, oder Wendlingen, wo statt einer Tiefgarage aus Unmengen Beton (= schlechter Co2-Fußabdruck) ein Parkhaus gebaut wird:
- so, dass man es eines Tages für ganz andere Zwecke nutzen kann
- aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz
- in zirkulärer Bauweise (Kreislaufwirtschaft), das heißt die Verbindungen der Bauteile werden so gestaltet, dass man das Gebäude am Ende seiner Nutzungszeit zurückbauen (nicht abbrechen) kann, so dass die einzelnen Bauteile bei einem anderen Gebäude wieder verwendet werden kann.
Ich wünsche dem Stadtplanungsamt und deren beauftragten Planern sowie den Politikern im Stadtrat mehr Mut zu einer lebennswerten Zukunft.
Comments
Oder die Stellplatzsatzung…
Oder die Stellplatzsatzung komplett abschaffen (https://dialogzentrale.com/de/node/5238), verbunden mit einer stadtweiten Parkraumbewirtschaftungen und der Bestimmung, dass Bewohner aus Wohnungen Baujahr 2030 (oder wann immer die Änderung in Kraft tritt) keinen Parkausweis mehr bekommen können.
Dies würde letztlich bedeuten: Wer ein Auto haben möchte, muss auf dem eigenen Grundstück einen Stellplatz schaffen. Wer aus Kostengründen sich entscheidet, keinen Stellplatz zu schaffen, kann dann eben kein Auto haben, oder muss sich irgendwo einen privaten Stellplatz mieten.
Wie kommen Sie darauf, dass…
Wie kommen Sie darauf, dass die Garagen nicht mehr benötigt werden? Bisher ist das nirgends passiert, wo das prognostiziert wurde.