Schwimmbadstrategie
Ich bin Laie in der Sache, vielleicht ist alles gut, wie es ist, aber mir scheinen die Angebotselemente der Schwimmbäder in Karlsruhe nicht ideal kombiniert.
Das Fächerbad hat eine riesige Außenwiese, die für einen Freibadbetrieb völlig ausreichend wäre, aber - trotz Cabriobecken - ist es kein Freibad und die Liegewiese wird wenig genutzt.
Das Europabad hat ein Außenbecken, das manchmal fast zur Sardinenbüchse wird. Der Bedarf an Außenbecken für einen umfassendere Sommerbetrieb wäre also groß.
Dem Turmbergbad fehlt ein Innenbecken, das sich für die Durlacher natürlich im Weiherhofbad befindet. In der Übergangszeit nutzt das allerdings viel weniger als wenn beide in ein Bad integriert wären.
Überhaupt zweifle ich an der Wirtschaftlichkeit der reinen kleinen "Schwimmen-Lernbäder" in den Stadtteilen
Naiv wie ich bin, würde ich denken, dass Karlsruhe - je nach Abstimmung mit den Nachbarorten - zwei bis vier große Bäder mit allen Funktionen (Sport, Spaß, Wellness, Sommer, Winter) reichen würden, mit zoniertem Eintritt und auch sonntags gut erreichbar mit dem ÖV.
Sonnenbad und Rheinstrandbad sind dabei aufgrund ihrer jeweiligen Einzigartigkeit eine Sondersituation, aber auch da könnte man durch kombinierten bzw abwechselnden Betrieb (Übergangszeit vs Hochsommer, Schultage vs Wochenenden und Sommerferien) möglicherweise Kosten sparen und gleichzeitig das Angebot verbessern.
Comments
3-4 Spaß und Wellness Bäder…
3-4 Spaß und Wellness Bäder sind nett - und sorgen genau dafür - Spaß und Freizeitvergnügen. Aber was wirklich gebraucht wird, sind die stadtteilbäder. Das sind die Bäder, wo alle das schwimmen erlernen. Und wenn diese nicht nah an den Schulen sind, kann kein Schwimmunterricht in 2 Unterrichtsstunden stattfinden ( Wegstrecke plus Umziehen - da bleibt keine Schwimmzeit mehr übrig.
Zeitaufwändig ist von…
Zeitaufwändig ist von normaler Klassenordnung zur Tram zu kommen, sowie von der Tram ins Becken, sowie aus dem Becken in die Tram. Die Fahrzeit der Tram ist unerheblich. Fünf Minuten mehr machen nichts aus. Soviele Schwimmbäder kann man auch nicht bauen, dass alle ohne Tram hinkommen können. Und es hilft der Schwimmfähigkeit, wenn die Kinder auch in der Freizeit gerne hingehen. Das ist bei den quadratisch-praktisch-schlicht am wenigsten der Fall.
Wichtig aber nochmal: zonierter Eintritt. Wer nur Bahnen ziehen will, zählt weniger und gelangt auch nur zum Sportbecken. Allen den vollen Eintritt in ein Europabad abzunötigrn, wäre sicherlich sozial nicht verträglich. Familien zahlen nicht für den Wellnessbereich (was gleichzeitig Ruhe in diesen bringt) und Silversurfer-Wellnässer zahlen nicht für den Spaßbereich.
5 Minuten Tram Zeit? In der…
5 Minuten Tram Zeit? In der Stadt würde ich auch gern leben :-( Ganze Schulklassen in der Grundschule zu Fuß zur Tram und wieder zurück zubekommen inklusive ganz sicher mehr als 5 Minuten Fahrtzeit plus Wartezeiten - da ist der Unterricht vorbei. Ganz zu vergessen wie es organisatorisch in Spassbädern funktionieren soll, dass der DLRG die regelmäßigen Schwimmkurse abhalten kann - für die es heute schon 2-5 Jahre Wartezeit gibt.