Wohnen in Karlsruhe ist längst kein Grundrecht mehr,
sondern ein täglicher Kampf. Familien zahlen Mieten, die kaum noch zu bewältigen sind. Wer Kinder hat, muss verzichten – nicht aus Unvernunft, sondern weil Wohnen zum Spekulationsobjekt geworden ist. Die Privatisierung großer Wohnungsbestände war ein Fehler: Verantwortung wurde gegen Rendite eingetauscht, und die Menschen zahlen den Preis.
Dass Vermieter die Grundsteuer einfach auf Mieter abwälzen dürfen, ist der nächste Schlag. Eine Abgabe, die Eigentümer treffen sollte, landet bei denen, die ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Mit einem normalen Einkommen und einer Familie bleibt kaum Raum zum Leben.
Karlsruhe braucht endlich Mut: mehr kommunalen Wohnraum, klare Mietgrenzen und eine Grundsteuer, die dort bezahlt wird, wo sie hingehört – beim Eigentümer. Sonst verliert die Stadt ihre soziale Mitte.
Comments
Auf der einen Seite ließt…
Auf der einen Seite ließt man hier in zahlreichen Beiträgen, dass es leerstehende Wohnungen gibt, Sie hingegen wollen das Vermieten von Wohnungen noch unattraktiver machen?
Für mehr (bezahlbaren) Wohnraum muss in erster Linie mehr gebaut werden.
Die Stadt sollte überall in der Nähe von Straßen-/Stadtbahnhaltestellen Wohngebiete ausweisen und auch in den umliegenden Gemeinden Druck machen, dass diese das ebenfalls machen.
Auf Karlsruher Gebiet ist vor allem zwischen Aue und Wolfartsweier und zwischen Neureut und Heide noch viel Platz.
Eggenstein geht schon mit guten Schritten voran und weißt östlich der Bahnstrecke auch ein Neubaugebiet nach dem anderen aus.
In Ettlingen wäre rund um den Bahnhof Neuwiesenreben auch noch eine riesige Fläche übrig.