Reizthema Pflanzliche Ernährung
In öffentlichen Einrichtungen sollten ausschließlich pflanzliche Speisen angeboten werden.
Der Staat ist weltanschaulich neutral und sollte daher keine Ernährungsform privilegieren, die mit religiösen oder ethischen Überzeugungen vieler Menschen kollidiert.
Ein rein pflanzliches Angebot ist die kleinste gemeinsame Schnittmenge und für alle zugänglich.
Niemand wird dadurch in seiner privaten Lebensführung eingeschränkt. Die individuelle Ernährungsfreiheit bleibt dabei vollständig erhalten.
Die Reduktion tierischer Produkte senkt nachweislich Emissionen und Ressourcenverbrauch, was dem Gemeinwohl dient. Gleichzeitig wäre der Auftrag zum Umwelt- und Tierschutz, wie er im Grundgesetz verankert ist angemessen berücksichtigt.
Öffentliche Mittel sollten verantwortungsvoll und zukunftsorientiert eingesetzt werden.
Ein pflanzliches Angebot ist praktikabel, gesundheitsfördernd und inklusiv.
Es handelt sich nicht um Bevormundung oder Übergriffigkeit, sondern um eine faire und nachhaltige Ausgestaltung von Verantwortung.
Comments
Pflanzliches kollidiert aber…
Pflanzliches kollidiert aber mit vielen Unverträglichkeiten. Fleisch ist in dieser Hinsicht grundsätzlich sehr anschlussfähig, wird aber natürlich derzeit im Schnitt noch zu viel konsumiert, um gesund zu sein.
Weltanschaulich neutral heißt für mich: es kommt alles auf den Tisch, in ausgewogenen Mengen, in einer Zusammenstellung, die den Ernährungsempfehlungen entspricht.
Wirklich alles? Sie sollten…
Wirklich alles? Sie sollten das eventuell nochmals überdenken.
Die WHO und mit ihr verbundene Gesundheitsorganisationen empfehlen eine deutliche Begrenzung des Fleischkonsums, um Krebsrisiken und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Rotes Fleisch gilt als wahrscheinlich, verarbeitetes Fleisch (Wurst) als sicher krebserregend. Die Empfehlung lautet, nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu verzehren, wobei weniger besser ist.
Mein Hausarzt empfahl mir…
Mein Hausarzt empfahl mir mehr Fleisch.
Ich bezweifle, dass es…
Ich bezweifle, dass es irgendwo in Karlsruhe eine Kantine gibt, die ausschließlich Fleischgerichte mit Schweinefleisch anbietet.
Die Fleischgerichte sind in der Regel die, die am häufigsten verkauft werden. Wieso sollen ausgerechnet diese verboten werden?
Die Reduktion tierischer…
Die Reduktion tierischer Produkte senkt nachweislich Emissionen und Ressourcenverbrauch, was dem Gemeinwohl dient. Gleichzeitig wäre der Auftrag zum Umwelt- und Tierschutz, wie er im Grundgesetz verankert ist angemessen berücksichtigt.
Öffentliche Mittel sollten verantwortungsvoll und zukunftsorientiert eingesetzt werden.
Das Problem mit einer…
Das Problem mit einer solchen Vorgabe ist, dass man damit nach meiner Erfahrung viele Köche überfordert. Es gibt hervorragende vegetarische und vegane Küche und dafür auch Beispiele unter den Restaurants der Stadt. Dort kommt der Antrieb so zu kochen aber von den Köchen selbst.
Schreibt man es den Köchen vor, wird entweder Fleisch einfach weggelassen oder es wird einfach ersetzt. Dann entstehen Gerichte wie "Burger mit Sellerie-Bun" oder ähnliches, was man einfach nur als traurig bezeichnen kann. Auch dafür gibt es Beispiele auf Karlsruher Restaurant-Speisekarten, bislang noch viel mehr als ex Positivbeispiele gibt.
Was passiert, wenn man versucht die Entwicklung in den Kantinen von oben zu forcieren? Die Leute weichen auf den Dönerladen nebenan aus. Damit ist nichts gewonnen.
Ich finde den Vorschlag als…
Ich finde den Vorschlag als Vision gut und richtig. Unnötig, die vermuteten Probleme im Detail auszuführen, es geht doch eher um das anzustrebende Ziel: Pflanzliche Ernährung in Zukunft fördern und verbreiten, das hat nur Vorteile.