Integration des Radwegs durch den Schlossgarten ins Radnetz

Karlsruhe 2040

Integration des Radwegs durch den Schlossgarten ins Radnetz

Stadt und Wohnen
Mobilität

Der Radweg durch den Karlsruher Schlossgarten ist mit über 10.000 Fahrten täglich eine der meistgenutzten Verbindungen der Stadt. Er verbindet Nordstadt, Innenstadt, Universität und Oststadt direkt, autofrei und ohne Ampeln – für viele Radfahrende ist er die schnellste, sicherste und angenehmste Route quer durch Karlsruhe.

Trotz dieser hohen Bedeutung existiert die Strecke offiziell nicht im städtischen Radnetz. Es fehlen Beleuchtung, spezifische Radinfrastruktur und eine verlässliche nächtliche Nutzbarkeit, da der Schlossgarten abends geschlossen wird. Ursache ist eine Zuständigkeitslücke: Der Schlossgarten gehört dem Land Baden-Württemberg (Vermögen und Bau BW), nicht der Stadt Karlsruhe. Dadurch wird die Route planerisch nicht integriert, obwohl sie faktisch eine zentrale Rolle für alle im Alltag darstellt.

Das Beispiel zeigt ein strukturelles Problem: Radnetzplanung orientiert sich zu stark an Verwaltungsgrenzen statt am tatsächlichen Mobilitätsverhalten der Menschen. Eine zukunftsfähige Stadtentwicklung muss reale Verkehrsströme anerkennen und priorisieren.

Die Schlossgartenroute soll in das Radnetz integriert werden. Stadt und Land müssen eine verbindliche Vereinbarung zur Zuständigkeit, Beleuchtung, sicheren Gestaltung und dauerhaften Öffnung treffen. Wer Karlsruhe als Fahrradstadt positioniert, muss stark genutzte Alltagsrouten konsequent aufnehmen – nicht auf dem Papier, sondern in der gebauten Realität.
https://www.youtube.com/watch?v=tKgS-M8-Ycw

Comments

Submitted by Guest on Sat, 02/14/2026 - 11:36

Radwege brauchen keine Beleuchtung. Fahrräder haben selbst eine Beleuchtung oder sind nicht für den Verkehr zugelassen. Auf dem Ahaweg und verlängerten Zirkel kann man den Schlossgarten auch umfahren. Nachts besteht dort auch keine Kollisionsgefahr mit der Schlossgartenbahn.

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