Kostenlose Stellplätze im Umfeld Wohnung weiterhin + guter ÖPNV
Wir Bürger*innen müssen uns miteinander arrangieren. Oft hat man ja auch mehrere Rollen: Fußgänger, Radfahrer, Straßenbahnfahrer, Autofahrer. Der Rückbau der verkehrsgerechten Stadt ist richtig. Vorbildhaft ist die Durlacher Allee, die vor allem zwischen Durlacher Tor und Wolfartsweierer Straße richtig wohnlich geworden ist. Kaum Verkehr ab Abend und am Wochenende. Der Verkehr geht nun außenrum.
Dennoch braucht es auch Parkstreifen. Den Bedarf, das Auto abzustellen kann nicht negiert werden. Ein Fallbeispiel ist, wenn ich mit der S4 zum Kraichgaudorf pendele, ab dort mit dem Auto die Reststrecke zum Arbeitsplatz fahre, weil es ab da keinen ÖPNV gibt. Sehr lobenswert finde ich die kostenlosen P&R-Plätze an den Haltestellen. So kann das Auto in der Nacht und am Wochende außerhalb von Karlsruhe bleiben. Ab und an besteht jedoch Bedarf, mit dem Auto wieder mal nach Karlsruhe reinzufahren. Das Auto muss nicht vor der Türe stehen. aber 2,3 Häuserblöcke weiter sollte möglich sein. Da würde Anwohnerparken mit der Überbelegung nichts nützen wenn man es nicht täglich nutzt, ist zum teuer. Carsharing kommt beim Pendeln auch nicht in Frage. Stellplätze, die auch vom Abend bis zum Morgen gebührenpflichtig sind, finde ich nicht sozial.
Richtig ist die Kritik an immer voluminöseren Autos. Wenn Autos nicht weiter in der Länge und Breite wachsen (sogar e-Autos), passen auch mehr in die Reihe, ebenso in die Breite. Vielleicht wäre eine Übergrößengebühr wie in Paris möglich.
Comments
Dem möchte ich widersprechen…
Dem möchte ich widersprechen.
Es gibt einfach zu viele Autos in Karlsruhe, insbesondere in den zentrumsnahen Vierteln nimmt der ruhende Verkehr viel zu viel Platz ein.
Demnach muss sich die Zahl der Autos im öffentlichen Raum reduzieren. Dafür ist eine Reduzierung der Anzahl der Parkplätze sowie eine Einführung von hohen Gebühren auf den verbleibenden Parkplätzen notwendig.
Denn wohin kostenlose Parkplätze führen, sieht man daran, dass überall darüber beklagt wird, dass es zu wenig Parkplätze gibt.
Es gibt aber nicht zu wenig Parkplätze, sie sind einfach zu günstig.
Woher kommt eigentlich dieses Anspruchsdenken, dass man das Recht habe, überall kostenlos zu parken und die Städte dafür zu sorgen haben, dass es auch genügend Parkplätze gibt?
Um es mit Lindners Worten zu sagen: Gratismentalität.
In Tokio beispielsweise darf man nur dann ein Auto überhaupt zulassen, wenn man einen Stellplatz nachweisen kann.
Auch in Karlsruhe muss es die Regel sein, dass man sich selbst darum kümmern muss, wo man einen Parkplatz bekommt und nicht einfach auf der Straße parken darf.
Autoabstellplätze für…
Autoabstellplätze für Anwohner und Senioren, oder ist die Stadt 2040 nur etwas für junge, fitte Menschen? Wer autofrei leben will, sollte aufs Land ziehen, dort gibt es auch genug Bäume und Natur.
Gerade unter Senioren gibt…
Gerade unter Senioren gibt es einen großen Anteil, der überhaupt nicht mehr Auto fahren kann.
Ich kenne einige Senioren, die Probleme haben, mit dem Rollator an den geparkten Autos vorbeizukommen.
Wer autofrei leben will, soll aufs Land ziehen? Das ist doch wohl ein schlechter Scherz! Das Land ist die Gegend, wo man ohne Auto völlig aufgeschmissen ist. In Städten hingegen kommt man ohne Auto gut zurecht.
Daher: Wer unbedingt ein Auto haben möchte, der soll aufs Land ziehen. Und dort gibt es auch kostenlose Parkplätze.
Fakt ist: Wo Menschen leben…
Fakt ist: Wo Menschen leben und arbeiten, muss es auch Parkraum geben.
(Fehler Nr. 1 der Stadtverwaltung, denn sie reduziert Stellplätze an allen Ecken und Enden, wo es nur geht)
Aber:
Es darf im öffentlichen Straßenraum KEINE KOSTENFREIE Stellplätze geben, das Parken im Straßenraum muss Geld kosten, und zwar ausnahmslos, auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet!
(Fehler Nr. 2 der Stadtverwaltung, denn man darf in fast ganz Karlsruhe kostenlos im Straßenraum parken (abgesehen von der Innenstadt). Warum eigentlich?)
Es ist so offensichtlich: Das Geld fehlt an allen Ecken und Enden, siehe heutige Berichterstattung im Hinblick auf die Karlsruher Stadtverwaltung - traurig! Mit der Ausweitung von Parkgebühren ausnahmslos auf das gesamte Stadtgebiet würde man - von heute auf morgen, ohne viel Aufwand - ERHEBLICHE Einnahmen verzeichnen. Warum möchte man das nur nicht??
dann müssen die Gehälter…
dann müssen die Gehälter steigen, sonst sind die Jobs weniger attraktiv durch die Gebühren.
Wenn die paar Euro für den…
Wenn die paar Euro für den Parkplatz dafür sorgen, dass ein Job sich nicht lohnt, dann ist es sinnvoller, lieber woanders zu arbeiten, wo man kein Auto braucht.
Wenn jeder Parkplatz 1 Euro …
Wenn jeder Parkplatz 1 Euro / Stunde kosten würde, wären das 24 Euro/ Tag. Wer hat zusätzlich 24 Euro/ Tag zur verfügung? Da wären 720 Euro im Monat, nochmal eine Miete. Die Forderung, dann woanders hin zu ziehen wie auch die Gebührenforderung ist nicht sozial.
Und wer sagt, dass es…
Und wer sagt, dass es zwischen kostenlos und 720 €/Monat keine Zwischenstufe geben kann?
100 €/Monat würden auch völlig ausreichen, dies sollte sich jeder leisten können, der dringend ein Auto braucht.
Und ansonsten: Der Sinn einer Steuer auf eine konkrete Sache ist eben, dass die Nachfrage danach sinkt.
Das Auto hat im öffentlichen…
Das Auto hat im öffentlichen Raum grundsätzlich nichts zu suchen. Wer ein Auto hat, sollte es auf dem privaten Grundstück parken müssen. Das Anspruchsdenken, dass die Gemeinschaft für die Kosten privater Autos aufkommen muss, muss aufhören. Es ist von Menschen nicht zuviel verlangt, die eigenen zwei Beine zu benutzen. Zumal es mit dem Umweltverbund bessere Alternativen gibt.
Schade, dass man Kommentare…
Schade, dass man Kommentare hier nicht liken kann, sonst würde ich hier ein kräftiges Daumen hoch geben.
Völlig irreale Vorstellungen…
Völlig irreale Vorstellungen. Wo sollen in den Stadteilen mit dichter Blockrandbebauung und teils 10 Wohnungen pro Haus die privaten Grundstücke für ein Auto sein?? Die sind ja wohl sinnvoller als Garten angelegt. Tatsächlich galt in früheren Zeiten auch in Deutschland die Tokio-Regel. Da dies nicht mehr praktikabel war wurde sie abgeschafft. Man kann sich in die parkenden Autos am straßenrand reinsteigern oder eben miteinander arrangieren. Aus der Not enger Straßen wird eben auch teilweise auf dem Gehweg geparkt. Wo es ganz schmal beim Gehweg wird, könnte überlegt werden, dass eine Seite frei bleibt.
Sie denken völlig falsch: Es…
Sie denken völlig falsch: Es werden nicht mehr Parkplätze, sondern weniger Autos gebraucht.
Wieso soll der öffentliche Raum komplett dafür reserviert sein, dass einzelne dort ihr Privateigentum abstellen können?
Und wieso muss sich die Allgemeinheit damit arrangieren? Man kann auch einfach sagen, dass die paar Leute mit Auto sich damit arrangieren müssen, dass sie nicht mehr auf der Straße parken können. Dann müssen die eben ihr Auto abschaffen oder sich irgendwo einen Tiefgaragenstellplatz anmieten.
In der Gottesauerstraße,…
In der Gottesauerstraße, Rudolfstraße, Schützenstraße usw kann man keine Tiefgarage ausheben. Es sind auch nicht "wenige" Leute mit Auto. Ich finde die Forderung, die Leute sollen das Auto einfach abschaffen, schon sehr arrogant, da sie nicht die Lebensrealitäten der Leute berücksichtigt. Natürlich ist für Carsharing, zu Fuß gehen, Fahrrasfahren, Bahn + Bus zu plädieren. Ich bin auch begeisterter Straßenbahnfahrer und nehme längere Zeiten und den gesamten Ärger der Störungen und Ausfälle mit großer Toleranz in Kauf. Dennoch braucht das Auto einen platz, so wie auch Fahrräder.