Zierbrunnen sind Erbauung. Trockene Brunnen ziehen runter.
Für den Sparkurs der Stadt sollen fast alle Zierbrunnen mit Ausnahme der Wasserspiele am Marktplatz, der Friedrichsplatzfontäne, des Brunnens am Haydnplatz sowie der Wasserorgel und des Säulenbrunnens in der Wolff‐Anlage in 2026 und 2027 stillgelegt werden. In der Erhaltungsliste fehlen der Nymphenbrunnen, der Krautkopfbrunnen Gutenbergplatz und viele weitere.
Bereits seit mindestens 2023 liegen die Wasserspiele am Kronenplatz trocken. Nach Recherche der BNN haben Ratten die Elektrotechnik zerbissen und die Anlage lahmgelegt. Sparen an den Zierbrunnen ist sparen an falscher Stelle. Die Stadt gibt einen verwahrlosten Eindruck.
Im Fall Kronenplatz trägt der traurige Anblick dazu bei, die eh schon benachteiligte östliche Innenstadt noch tiefer sinken zu lassen. In diese Anlage wurde investiert, die Kaskaden gefeiert. Die Instandsetzung des Brunnens würde zur Aufwertung und Belebung beitragen.
Auch die Becken am Festplatz waren vergangenen Sommer trocken. Dabei kann man sich zwischen Wasserspielen und Blumenbeeten schön mit einem Eis niederlassen.
Jeder Stadtplaner weiß, dass Geschäftsleben Passanten braucht. So aber verweilt man weniger. Brunnen verbessern das Mikroklima, sind Erbauung, Erholungsort und kühlen im Sommer. Trockene Brunnen sind destruktiv.
Stadt schlechtem Schwimmbadwasser aus ebenerdigen Fontänen am Marktplatz würde ich echte, künstlerisch gestaltete Brunnen mit Brunnenbecken begrüßen.