Weiterentwicklung öffentlicher Plätze - am Beispiel des Gottesauer Platz
Im Zuge eines Architektur-Masterseminars am KIT haben wir den Gottesauer Platz untersucht und erforscht, auf welche Weise öffentliche Plätze in Karlsruhe zukünftig stärker zum Stadtleben beitragen können.
Obwohl der Platz über bedeutende Eigenschaften wie einen alten Baumbestand, einen Brunnen und seine zentrale Lage in der Oststadt verfügt, wird er momentan seinem Potenzial nicht gerecht. Große ungenutzte Flächen, heruntergekommene Grünstrukturen und eine fehlende Raumkante zu den dominanten Verkehrsachsen führen dazu, dass der Ort nicht als Raum zum Verweilen wahrgenommen wird.
Unsere Untersuchung zeigt, dass Karlsruhe bis 2040 öffentliche Plätze neu konzipieren sollte. Sie müssen klimatisch wirksame und aktivierende Räume werden. Dabei sind Wasser, Schatten und Grün besonders wichtig. Gleichzeitig braucht es Angebote, die Nutzungen ermöglichen, ohne einen Konsumort zu schaffen. Diese sollen sozialen Kontakt fördern und das Sicherheitsgefühl stärken.
Am Gottesauer Platz sehen wir die Möglichkeit, bestehende Strukturen gezielt zu verbessern. Durch eine stärkere räumliche Fassung, die Aufwertung des Brunnenbereichs und neue, flexible Elemente wie Pavillons oder kleine Veranstaltungsflächen. Solche Eingriffe können helfen, den Platz als identitätsstiftenden Ort wieder im Gefüge der Stadt zu verankern. Das Beispiel verdeutlicht, wie Karlsruhe durch die Weiterentwicklung seiner Stadträume Lebensqualität, klimatische Anpassung und soziale Teilhabe gleichzeitig fördern kann.