Trockene Kulturlandschaft

Karlsruhe 2040

Trockene Kulturlandschaft

Kultur und Freizeit
Mobilität

Hallo,
es gibt viel, was besser laufen könnte in Karlsruhe, aber was vor allem auffällt, ist der Hang dazu, zu viel zu wollen. Dieser ist meiner Meinung nach völlig unbegründet. Karlsruhe ist nun mal keine Großstadt wie Frankfurt oder München. Es sind nicht die Sehenswürdigkeiten, die eine Stadt ausmachen. Vielmehr sind es die Kulturangebote um die Ecke, das Stadtgrün und die Fahrradfreundlichkeit, die Karlsruhe ausmachen und sympathisch machen. Projekte wie der Umbau des Staatstheaters oder der U-Strab-Tunnel sind in meinen Augen das genaue Gegenteil davon.

Ich verstehe den Versuch, auch an der Außenwirkung der Stadt arbeiten zu wollen, aber das ist keine nachhaltige Weise, eine Stadt zu planen. Das Geld wäre besser aufgehoben bei kleineren Institutionen, wie zum Beispiel dem Tollhaus, das mit Kürzungen rechnen muss.

Es gibt in Karlsruhe einige Kunstschaffende, die auf Eigeninitiative Kulturprojekte ins Leben rufen und dann allein gelassen werden. Auch diese könnten finanzielle Unterstützung brauchen. Dabei geht es im Verhältnis um Kleinstbeträge. Ein ausgebautes Kulturförderprogramm ist meiner Meinung nach angebracht. Und damit meine ich nicht, der Kunstbaron von nebenan soll gefördert werden. Denken Sie vielmehr an Studierende, aufkommende Karlsruher Kreative und vielleicht auch an Karlsruher Kulturschaffende, die schon seit Jahrzehnten ruhmlos die Szene aufrechterhalten.

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