Autobahndeckel
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Bundesautobahn A5 wirkt im Karlsruher Stadtgebiet, insbesondere zwischen Durlach und dem östlichen Stadteingang, stark trennend. Sie zerschneidet Stadtteile, erschwert Querungen für Fuß- und Radverkehr, beeinträchtigt durch Lärm und Emissionen die Aufenthalts- und Wohnqualität angrenzender Quartiere und steht einer einerechnerfreundlichen Raumnutzung im Weg.
Ich möchte daher anregen, langfristig die Möglichkeit einer abschnittsweisen Überdeckung der A5 zu prüfen. Als Vorbild kann die Überdeckelung der A7 in Hamburg dienen, wo durch einen sogenannten Autobahndeckel neue Flächen für Parks, Grünanlagen, Sport- und Freizeitnutzungen entstanden sind und zuvor getrennte Stadtteile wieder verbunden wurden.
Ein vergleichbarer Ansatz könnte auch in Karlsruhe erhebliche städtebauliche Mehrwerte schaffen: die Reduzierung von Lärm- und Schadstoffbelastung, die bessere Vernetzung von Stadtteilen sowie die Schaffung dringend benötigter innerstädtischer Grün- und Freiflächen.
Ergänzend sei angemerkt, dass auch Bahngleise an vielen Stellen eine ähnliche trennende Wirkung entfalten. Mir ist bewusst, dass deren Umgestaltung komplexer ist, dennoch sollten solche Barrieren aus Sicht einer langfristigen integrierten Stadtentwicklung mitgedacht werden.
Mit freundlichen Grüßen
D. Schulkin