Weniger Abhängigkeit vom Auto in der Oststadt
Leider nimmt der "fließende" und "ruhende" Autoverkehr im Stadtteil kontinuierlich zu – dies birgt ein äußerst unangenehmes, wachsendes Konfliktpotential. Viele befürchten, dass die Oststadt bald an zu vielen Autos erstickt. Eine Trendumkehr scheint ausssichtslos. Warum?
Die Einkaufsmöglichkeiten (wie auch viele haushaltsnahe Firmen) sind in den letzten Jahrzehnten systematisch aus den Wohnvierteln verschwunden. Bei den konzentrierten Neuansiedlungen von Einkaufsmärkten (und sonstigen Service-Betrieben) am Rande der Oststadt wurde stillschweigend angenommen, dass sowieso jeder am liebsten mit dem Auto einkauft. Tatsächlich ist es so, dass viele Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils nur wegen des Einkaufs sich immer noch ein Auto halten.
Besonders kritisch ist zu bewerten, dass die großen Einkaufszentren (außer IKEA) am Rande der Oststadt vom öffentlichen Nahverkehr nicht ausreichend bedient werden - es sind immer lange bis sehr lange Fußwege erforderlich. Natürlich bieten sich Fahrräder als Alternative an, jedoch nicht für alle Bevölkerungsgruppen und auch nur bei deutlich verbesserter Radwege-Infrastruktur. Es wäre sehr entspannend, wenn in Zukunft wieder mehr Lebensmittel und haushaltsnahe Dienstleistungen jedweder Art (u.a. auch Kinderbetreuung) direkt in der Nachbarschaft eingekauft bzw. genutzt werden könnten – vielleicht wäre dies ein neuer Grund, um dem Wochenmarkt auf dem Gottesauer Platz (oder evtl. später auf dem Bernhardusplatz) mehr Leben einzuhauchen!
Comments
Würde diese Idee hier…
Würde diese Idee hier weiterhelfen?
https://dialogzentrale.com/de/node/5586
Ja, in der Oststadt stehen …
Ja, in der Oststadt stehen (zu) viele, d.h. überraschend viele Autos herum, wenn man bedenkt, dass - nein - die Einkaufssituation überhaupt nicht schlecht ist und man alles locker zu Fuß oder mit dem Rad erledigen kann. Und wie man Ikea Nähe der Haltestelle Weinweg als schlecht an den ÖPNV angeschlossen bezeichnen kann, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Man braucht bereits jetzt kein Auto, wenn man in der Oststadt wohnt. Dennoch haben viele eins. Aber auch eine Verdopplung der Schienenkilometer, Haltestellen, Tramlinien und Carsgaring-Autos wird daran nichts ändern. Es liegt einzig und allein an der Haltung eines großen Teils der Bewohner.