Gedanken zu Mobilität
Wie kann sich Karlsruhe verkehrlich gut entwickeln, ohne viel Geld dafür auszugeben?
- Carsharing aktiv und stärker fördern und bewerben. Wenn irgendwann entscheidend viele Menschen diese Mobilitätsform nutzen, dann ergeben sich plötzlich große Möglichkeiten durch freiwerdenden Parkraum und Flächen für Fuß und Rad. Dieses in Karlsruhe große Potenzial sollte besser genutzt werden
- Ampelschaltungen sollten besser und gerechter werden - sie fördern zwar den ÖPNV, wirken aktuell aus der Zeit gefallen, wenn alle 4 Richtung für Rad, Fuß und Auto stillstehen - siehe z.B. Karlstor. Hier sollte man Richtung intelligente Schaltungen umdenken
- Unabhängig davon sollten Schaltungen für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden, Bettelampeln auf Bedarf an Kreuzungen abgeschafft werden und ein Queren in einem Zug im Sinne einer "progressiven Steuerung" auch für Laufen bei Grünzeitende Standard sein
- Warum gibt es in Karlsruhe keine guten Konzepte für P+R wie z.B. in Straßburg? In Karlsruhe sind beste Voraussetzungen mit kurzen Wegen von außen und einem tollen ÖV gegeben. Gleichzeitig sind die großen Parkhäuser direkt in der Stadt, so dass man trotz Verkehrskollaps, aber eben wohl mangels attraktiven P+R-Angebots, lieber ins Chaos fährt (siehe Weihnachtsmarkt).
- Der Winterdienst für den Radverkehr sollte "schlauer" erfolgen - Radfahrer wollen nicht über einen Salzteppich fahren und täglich ihre Kette entrosten. Die aktuelle Praxis ist zudem nicht bedarfsgerecht, umweltschonend und teuer
Comments
„Carsharing aktiv und…
„Carsharing aktiv und stärker fördern und bewerben. Wenn irgendwann entscheidend viele Menschen diese Mobilitätsform nutzen, dann ergeben sich plötzlich große Möglichkeiten durch freiwerdenden Parkraum und Flächen für Fuß und Rad.“
Der Schlussfolgerung stimme ich nicht zu, die Praxis zeigt, dass Autofahrer stets alle Parkplätze belegen, die verfügbar sind.
Wenn der Parkdruck nachlässt, werden diese dann z.B. durch Wohnmobile belegt.
Wenn mehr Parkplätze entfernt werden sollen, muss dies einfach gemacht werden, unabhängig wie stark die Parkplätze ausgelastet sind.
„Ampelschaltungen sollten besser und gerechter werden - sie fördern zwar den ÖPNV, wirken aktuell aus der Zeit gefallen, wenn alle 4 Richtung für Rad, Fuß und Auto stillstehen“
Man muss bedenken, dass ein Fahrrad eine Person befördert. Ein Auto befördert meist auch nur eine Person.
In einer Straßenbahn sind jedoch oft deutlich über 100 Leute.
Die intelligenteste Ampelschaltung ist die, die dem ÖPNV 100 %-ige Priorität einräumt.
Beide Rückmeldungen sehe ich…
Beide Rückmeldungen sehe ich ein bisschen anders.
Thema Parkdruck: ja, das ist tatsächlich heute so, dass freiwerdenden Flächen schnell neu belegt werden. Nutzt aber eine kritische Masse carsharing, dann ist der Pkw-Besitz irgendwann so gering, dass dies nicht mehr eintritt. Im Mittel teilen sich 10 charsharing-Nutzer 1 Pkw!
Thema Ampelschaltung: es geht nicht darum den ÖPNV schlechter zu stellen. Der ÖPNV hat Prio 1 an der Ampel. Nur die Leerlaufzeiten für Rad und Fuß sind nicht intelligent und zeitgemäß- Es muss heutzutage möglich sein, dies intelligenter zu gestalten, ohne den ÖPNV schlechter zu machen.
Das klingt sinnvoll
Das klingt sinnvoll