Karlsruhe 2040
Straßenraum effizient nutzen
Straßenraum effizient nutzen
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Mobilität
Die Nachbarstadt Landau macht es vor: Eine flächendeckende Parkraumbepreisung löst den Parkstandsmangel auf und schafft in den öffentlichen Räumen "Luft". Und dies nicht nur in der INnenstadt, sondern von Daxlanden bis Grötzingen.
Eine verkehrsplanerisch starke gestalterische Ausrichtung auf den Umweltverbund ist wichtig, um die Lebensqualität in den Quartieren zu verbessern:
Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer in der Stadt, barrierefreie Wege, sichere Querungen, direkte Wegebeziehungen...es gibt viel zu tun!
Comments
Man schreibt an die…
Man schreibt an die Parkplätze dran „Zu verschenken, nur solange das Angebot reicht“ und wundert sich dann, dass alles vergriffen ist.
Einfach einen marktüblichen Preis verlangen und sofort werden viele Autos verschwinden.
Man sieht ja schon heute, dass, wenn in einer Straße wegen Baustellen o.ä. viele Parkplätze entfallen, vielen Leute plötzlich einfällt, dass sie ja auch eine eigene Garage haben.
Sobald die Halteverbote jedoch wieder weg sind, stehen alle Autos wieder auf der Straße.
Das kann so nicht ganz…
Das kann so nicht ganz stimmen. Den höchsten Anteil an Kosten verursacht ein Auto durch Kauf, Wartung, Reparatur, Treibstoff, Versicherung. Das übersteigt bei Weitem die Parkkosten. Wieso sollte sich jemand freiwillig und "unbedacht - wie es oft klingt" diese Kosten antun, ohne wirklichen Bedarf? Das widerspricht dem Grundsatz des Wirtschaftens.
Weil die meisten Leute die…
Weil die meisten Leute die von Ihnen genannten Kosten ausblenden und als Kosten fürs Auto eben nur Sprit- und Parkkosten gesehen werden.
Können Sie ein paar…
Können Sie ein paar Informationen teilen, wie Sie darauf kommen?
Da kann ich diesen Artikel…
Da kann ich diesen Artikel hier nennen: https://www.zukunft-mobilitaet.net/173749/analyse/autokosten-monat-real…
„Auf Basis einer Haushaltsbefragung von knapp 6.000 Haushaltsvorständen in Deutschland im Jahr 2018 zeigte sich, dass die Gesamtkosten des Autofahrens deutlich unterschätzt werden. Die Verbraucher unterschätzen die Gesamtkosten, die mit dem Besitz eines Autos verbunden sind, um durchschnittlich 221 Euro (240 US-Dollar) pro Monat. Die Fehleinschätzung beläuft sich auf 52% der tatsächlichen Kosten, d.h. die Gesamtkosten sind fast doppelt so hoch wie angenommen. Werden nur die Personen betrachtet, die Angaben zu allen Kostenfaktoren einschließlich Kraftstoffkosten, Wertverlust, Reparaturkosten, Steuern und Versicherung gemacht haben, beträgt die durchschnittliche Abweichung zwischen geschätzten und tatsächlichen monatlichen Gesamtkosten 161 Euro. Das entspricht 35 Prozent der tatsächlichen Kosten.
Während die meisten Befragten ihre monatlichen Kraftstoffkosten relativ genau einschätzen konnten (die Schätzungen deuten nur auf zufällige Fehleinschätzungen hin), wurden Wertverlust, Reparaturkosten sowie Steuern und Versicherungen deutlich unterschätzt. Auch wird die Kfz-Steuer von den Autobesitzern nicht in vollem Umfang wahrgenommen.“
Das klingt erstaunlich. Wenn…
Das klingt erstaunlich. Wenn das so stimmt, wäre dann das Auto Business nicht total attraktiv? Wer sehnt sich nicht nach einer Branche, bei der die Kunden die Hälfte der Kosten überhaupt nicht wahrnehmen.
Ja weshalb glauben Sie denn,…
Ja weshalb glauben Sie denn, steigt die Zahl der zugelassenen Wagen stets an?
Würden alle Leute die realen Kosten kennen, würde sich diese Zahl schlagartig reduzieren.
Und vor allem ist das Auto-Business noch attraktiver, weil die Lobby es geschafft hat, die Politik zu „überzeugen“, dass der Steuerzahler die Autoindustrie jährlich mit zig Milliarden Euro subventioniert.
Ja, leider ist das Auto eben…
Ja, leider ist das Auto eben doch in erster Linie Statussymbol und zur Gefühlssteigerung da, Nachteile werden konsequent ausgeblendet und die Diskussionen dazu enthalten selten Fakten, typische Argumente zielen auf das Gefühl ab.
Besonders in Deutschland wird der Abstimmung auf sinnvolle Nutzung kaum Raum bei der Beschaffung eingeräumt. Wie man an der aktuellen Krise der Autobranche erkennen kann, fehlt aber wohl inzwischen das Geld für die Luxuskarren aus dem Werk - jetzt sollen diese firmeninternen Fehlentscheidungen wieder dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Das Straßenbild sieht in Frankreich ganz anders aus, dort sind die Autos nur sehr selten größer als ein Parkplatz fasst und angepasst an die tatsächliche Nutzung. Dort gibt es kleine Autos auch vor großen Häusern.
Da die Gesellschaft für jedes Auto im Jahr mit über 5500 EUR zusätzlich zu den individuellen Kosten eines Halters herhalten muss, wäre die Rechnung nach Verursacherprinzip noch deutlich schlechter, denn das sind fast 500 EUR im Monat, die für Autofahrer aktuell externalisiert werden.