Parkausweise nur noch für normal große Autos
Es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass die Autos von Jahr zu Jahr immer größer werden.
Ist ja auch kein Wunder: Schließlich werden ein Smart und ein Pick-up-Truck rechtlich komplett gleich behandelt.
Der Trend zu immer größeren Autos ist jedoch aus mehreren Gründen insbesondere für Großstädte bedenklich:
1. Wenn alle Autos durchschnittlich 4 Meter lang sind (und man einen halben Meter Abstand zwischen parkenden Autos annimmt), passen auf einen 100 m langen Parkstreifen 22 Autos.
Wenn die Autos durchschnittlich 5 Meter lang sind, können nur noch 18 Autos auf diesem Parkstreifen parken, also fallen 4 Parkplätze weg.
2. Mit den größeren Maßen nimmt auch das Gewicht zu, dies ist besonders dann relevant, wenn es zu Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern kommt: Je schwerer das Fahrzeug, desto größer der Schaden und die Verletzungen des Gegenübers.
Um dieser Entwicklung Einhalt zu gewähren, schlage ich vor, dass Anwohnerparkausweise nur noch für Fahrzeuge ausgestellt werden dürfen, die folgende Maße nicht überschreiten:
Länge: 4,80 m
Breite: 1,90 m (ohne Spiegel)
Höhe: 1,60 m.
Zum Vergleich: Ein VW Golf 8 hat die Maße 4,28 x 1,79 m x 1,48 m.
Ein VW Passat wäre mit seinen 4,92 m Länge schon zu lang.
Mit dieser Regelung verbunden ist logischerweise die Einführung der Parkraumbewirtschaftung im gesamten Stadtgebiet.
Die von mir genannten Maße sind natürlich mehr oder weniger willkürlich und können natürlich auch angepasst werden.
Comments
Ein spannender Ansatz. Im…
Ein spannender Ansatz.
Im Stadtgebiet gibt es zahlreiche Stellen, an denen auf dem Parkstreifen zwischen zwei Bäumen früher mal drei Autos hinpassten, heute meistens nur noch zwei, da die Autos zu lang geworden sind.
Es ist daher sinnvoll, das weitere Größenwachstum der Autos zu stoppen.
Wenn durch Radwege Parkplätze entfallen, gibt es einen riesigen Aufschrei, wenn jedoch durch lange Autos Parkplätze entfallen, wird dies komischerweise sang- und klanglos hingenommen.
Die Autos sind größer…
Die Autos sind größer geworden unter anderem aufgrund von Vorgaben zur Sicherheit. Ist Ihnen das bekannt? Elektro Autos brauchen zudem noch viel mehr Platz für die Akkus, dadurch werden sie auch deutlich schwerer.
Vielleicht war der kleine Corsa aus den 90er Jahren garnicht so schlecht?
Wie Sie selbst sagen: Unter…
Wie Sie selbst sagen: Unter anderem, die anderen Faktoren sind deutlich wichtiger.
Die Menschen können sich heutzutage deutlich größere Autos leisten als früher.
Es würde schon viel helfen,…
Es würde schon viel helfen, würde man das Bewohnerparken proportional zu Länge x Breite x Höhe bepreisen, wie es einige Städte schon vorhaben oder sogar schon tun (nachdem sie es besser machen wie glaub Freiburg, das mit einem ersten Anlauf vor Gericht scheiterte, der aber zu grob und daher zu ungerecht gestaffelt war), die nötigen Angaben stehen im Fahrzeugschein, der Bewohnerparkausweis ist ja fahrzeuggebunden.
Das wäre ein erster Ansatz,…
Das wäre ein erster Ansatz, der allerdings eine doch recht geringe Steuerungswirkung hat.
Ein 20 cm längeres Auto kostet dann vielleicht jährlich 50 € mehr für den Bewohnerparkausweis, dies würde wohl einfach so hingenommen werden.
Eine Staffelung nach Größe ist zwar besser als nichts, solange aber signifikante Sprünge der Gebühren (wie in Freiburg ursprünglich geplant) von Gerichten kassiert werden, kann das Problem aber nicht über Preise, sondern nur über Verbote gelöst werden.
Add new comment