Megatrend demografischer Wandel handlungsleitend ?!
Ich stelle mir die Frage: wie sollte eine Stadtgesellschaft für die nächsten 10 Jahre den Megatrend "Demografischer Wandel" handlungsleitend umsetzten? Welche besonderen Aufgaben fallen hierbei gemeinnützigen Organisationen und der Wohlfahrtspflege und der Organisation von bürgerschaftlichem Engagement zu?
Hier wären meine 7 Kernthesen in komprimierter Form:
1. Der demografische Wandel verschärft Fachkräftemangel, Pflegebedarf und soziale Ungleichgewichte und muss deshalb als zentrale strategische Querschnittsaufgabe jeder Stadtgesellschaft verstanden werden.
2. Städte benötigen integrierte Demografiestrategien, die Wohnen, Pflege, Gesundheit, Digitalisierung, Mobilität und soziale Infrastruktur gemeinsam denken.
3. Prävention – insbesondere präventive Hausbesuche und zugehende Beratung – wird entscheidend, um Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern und Selbstständigkeit zu fördern.
4. Der Wohnungsmarkt muss auf die alternde Bevölkerung reagieren, etwa durch mehr altersgerechte Wohnungen und gemeinschaftliche Wohnformen.
5. Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Träger tragen eine Schlüsselrolle als Kümmerer, Lotsen, Netzwerkkoordinatoren und Innovationsmotoren in Quartieren.
6. Bürgerschaftliches Engagement wird unverzichtbar, um Einsamkeit zu reduzieren, Alltagsunterstützung zu sichern und soziale Teilhabe zu ermöglichen.
7. Erfolgreiche Stadtgesellschaften verbinden professionelle Strukturen und zivilgesellschaftliche Energie zu einer belastbaren „Caring Community“ der Zukunft.
Comments
Das klingt ein wenig als…
Das klingt ein wenig als könnten dabei unbeabsichtigt die Kinder aus dem Blick geraten.
Der demografischen Wandel ist relevant für den Arbeitsmarkt. Es wird aber natürlich weiterhin viele Menschen jeden Alters geben, so dass eine Ausrichtung der Stadtentwicklung an einer Altersgruppe alleine nicht angemessen ist.