Prävention und Stabilität für Kinder und Jugendliche in Karlsruhe
Wir regen an, in Karlsruhe präventive, niedrigschwellige Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien deutlich auszubauen. Ziel muss sein, kritische Situationen frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen, bevor belastende Inobhutnahmen erfolgen. Dabei sollte nicht nur akute Gefährdung, sondern auch die vorhandenen Ressourcen und Stärken der Familien berücksichtigt werden, sodass Schutzmaßnahmen differenziert, evidenzbasiert und transparent abgewogen werden.
Praxisbeispiele aus Pilotprojekten zeigen, wie kreative, bewegungsorientierte und reflektierende Angebote Selbstwirksamkeit, Vertrauen und soziale Stabilität fördern. Solche Maßnahmen wirken präventiv, unterstützen Familien in belastenden Situationen und reduzieren langfristige psychosoziale Belastungen für Kinder, Jugendliche und Angehörige.
Karlsruhe sollte diese Ansätze fördern und in die Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts 2040 (ISEK) einbeziehen, um die soziale Teilhabe zu stärken, Eskalationen zu vermeiden und die Stadt für alle Generationen resilienter und lebenswerter zu gestalten.