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flüssiger Verkehr

Karlsruhe 2040

flüssiger Verkehr

Mobilität

ich hatte dazu schon eine kurze, leider dann abgebrochene Kommunikation mit dem Tiefbauamt/Abt. Mobilität ...
Um daran doch was zu ändern, habe ich folgende Vorschläge:
1. Abstimmung der verschiedenen Systeme (Kfz. & KVV) bzgl. ausfallender Grünphasen, die zu langen Stockungen und unnötig laufenden Motoren führen
2. mehr Fußgängerampeln als Bedarfsampeln - oft ist man gezwungen, eine Ampel zu benutzen, obwohl kein Verkehr zu sehen ist, drückt man und wartet, tauchen garantiert die ersten Autos auf (z.B. über die Brauerstraße am ZKM bzw. der Generalbundesanstalt oder Kriegstraße am Nymphengarten/Ritterstraße)
3. wenn wir schon übers Parken reden, ich wünsche mir wesentlich mehr mehretagige Parkplätze (Eisen/Gitterbauweise - siehe SAP-Parkhäuser in Walldorf)

Comments

Submitted by Guest on Tue, 01/27/2026 - 16:42

Den Punkten 1 und 3 möchte ich in aller Deutlichkeit widersprechen.

1: Verkehrswende mal anders: Kürzere Fahrtzeiten für Autos, längere Wartezeiten für den ÖPNV. Das ist der komplett falsche Ansatz. Notwendig wäre das genau Gegenteil: Der ÖPNV sollte komplett bevorrechtigt sein und sich seine grüne Welle schalten. Am Albtalbahnhof oder der Poststraße sieht man regelmäßig, dass bis zu 400 Leute in einer Stadtbahn an einer roten Ampel warten müssen, nur damit 20 in ihren Autos fahren können. In welcher Hinsicht soll das bitte vernünftig sein und sogar noch verstärkt werden?

Andere Städte wie beispielsweise Zürich oder Straßburg haben bewusst rote Wellen für den Autoverkehr eingeführt mit der Absicht, das Auto unattraktiv zu machen. Genau diesen Weg muss auch Karlsruhe einschlagen.

3: Auch das entspricht dem Leitbild der autogerechten Stadt.
Auch hier mal ein Beispiel aus Zürich: Dort wurde beschlossen, dass im Zentrum keine zusätzlichen Parkplätze mehr geschaffen werden dürfen. Der Neubau von Parkhäusern ist nur dann erlaubt, wenn im umliegenden Gebiet entsprechend Parkplätze entfallen.
Daher: Wenn zusätzliche Parkhäuser errichtet werden, dann nur, wenn in den umliegenden Straßen das Parken verboten wird.
Zudem sollten in der Stadt keine Parkhäuser, sondern Tiefgaragen errichtet werden, da der oberirdische Platz lieber für Wohnungen verwendet werden sollte.
Auch müssen die Tiefgaragen sich komplett privat finanzieren und nicht von der Stadt subventioniert werden.

Diese roten Wellen nerven Menschen, befreien sie aber nicht von ihren Pflichten und Zielen. Es erhöht den Verschleiß von Mensch und Maschine, lässt Kosten steigen und vernichtet produktive Arbeitsstunden. Es verschlechtert sogar die Luftwerte. Also bitte, DAS ist wirklich keine Lösung. Als ob ein Pendler seinen Job kündigt, weil er "genug genervt" wurde.

Sie unterliegen der Fehlannahme, dass die Menge an Autoverkehr nicht beeinflussbar ist, in der Realität hingegen wählen die Menschen das Verkehrsmittel, das für sie am komfortabelsten ist.

Wie Sie selbst sagen: Rote Wellen nerven, folglich wird dies dazu führen, dass diejenigen, die eine ernsthafte Alternative zum Auto haben, künftig ein anderes Verkehrsmittel wählen und nicht mehr mit dem Auto haben. Dieser Effekt wurde in beispielsweise Zürich oder Straßburg genau so nachgewiesen.

Umgekehrt: Eine Grüne Welle macht das Autofahren schneller und angenehmer, folglich werden wieder mehr Leute mit dem Auto fahren.

Und glauben Sie, dass es im Sinne einer umweltfreundlichen Verkehrspolitik ist, dass die Stadt dafür sorgt, dass man mit dem Auto auf direktem Wege so schnell wie möglich sein Ziel erreicht?

Submitted by Guest on Tue, 01/27/2026 - 21:12

Wieso sind Autofahrer immer die größten Umweltschützer, wenn es um Tempo 30, Umwege wegen Modalfiltern, Stop&Go-Verkehr o.ä. geht?
Wenn es jedoch darum geht, ob man für einen bestimmten Weg jetzt mit dem Auto oder dem Zug fährt, ist das Thema Umweltschutz auf einmal völlig irrelevant.

Mich beschleicht das Gefühl, dass der Umweltschutz bei ersterem bloß vorgeschoben ist…

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