Preis-Leistung des ÖPNV
Die Preiserhöhungen der ÖPNV Tickets stehen in keinem Verhältnis zu den ständig sinkenden Leistungen die geliefert werden. Bahnen kommen zu zufälligen Zeiten in zufälligen Reihenfolgen an. Nun werden die Fahrpläne weiter eingekürzt. Eine Erhöhung der Preise bei gleichzeitiger Verschlechterung der erbrachten Leistung ist höchst unverschämt und schädigt explizit die Einwohner der Stadt, die sich Umweltbewusst fortbewegen wollen. Gerade da die Preise des Deutschlandtickets immer weiter zu steigen scheinen, müssen die "normalen" Tickets kompetitiv bleiben, ansonsten werden gerade die Bevölkerungsschichten die am meisten auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, sehr schnell von der Fortbewegung ausgeschlossen.
Außerdem muss günstiger Wohnraum geschaffen werden. Es kann nicht sein, dass man als gut verdienender Mensch mehr als die Hälfte des Monatsgehalts als Miete zahlt. Es ist mir ernsthaft ein Rätsel, wie Menschen mit geringerem Einkommen hier eine Wohnung bezahlen können.
Comments
Von ständig steigenden…
Von ständig steigenden Ticketpreisen kann wohl kaum die Rede sein, wenn erst vor noch nicht einmal 3 Jahren das spottbillige Deutschlandticket eingeführt wurde.
Das stimmt, das…
Das stimmt, das Deutschlandticket ist deutlich günstiger als es füher das Monatsticket nur für KA war.
Was an der Preispolitik des…
Was an der Preispolitik des KVV von jeher stört ist der "Betrug am Kunden":
Die in der Presse proklamierten Preiserhöhungen lagen zumindest in der Vergangenheit immer deutlich unter den realen Preisanpassungen. Zur Fahrpreiserhöhung zum 13.12.2015 hatte ich die Preiserhöhung mal selbst ermittelt (nachweislich!):
Die über alle verschiedenen Fahrscheinarten gemittelte Preiserhöhung lag mit 3,7 % um etwa 27 % höher als die öffentlich proklamierte Erhöhung von 2,9 %. Das ist doch ein Betrug am Kunden! Die reale Preiserhöhung einzelner Fahrschein belief sich auf bis zu 7,7 %.
Wenn ich mich recht erinnere lag die Begründung damals darin, dass die vom KVV genannte Preiserhöhung mittels einem komplexen Verfahren über die Nutzungsanteile der verschiedenen Fahrscheinarten ermittelt würde...
Nun gut - Fakt ist, dass die Preissteigerungen für den ÖPNV Jahr um Jahr deutlich höher ausfallen als die Steigerung der Kosten für individuelle Mobilität, hierbei insbesondere was den Kraftstoff angeht.
Nur mal ein kleines Rechenbeispiel:
Allein die privaten Haushalte in Deutschland verbrauchen alljährlich 38 Milliarden Liter Kraftstoff. Würde man hier einen sicher nicht ganz unangebrachten Aufschlag von 1 € pro Liter erheben, ergäbe das ausreichend Geld um den ÖPNV günstiger anzubieten. Ganz abgesehen von weiteren Beiträgen wie einer Straßenmaut usw.
Die individuelle Mobilität muss endlich teurer werden, wohingegen der ÖPNV günstiger werden muss. Das geht, man muss es nur wollen.
Die Differenz zwischen der…
Die Differenz zwischen der öffentlichen 2,9 % und den von Ihnen ermittelten 3,7 % wird mutmaßlich daran liegen, dass die Preiserhöhung bei viel verkauften Tickets moderater ausgefallen ist als bei selten verkauften Tickets.
Wenn ein Ticket, das 50x verkauft wird, um 2 % teurer wird und ein anderes Ticket, das nur 3x verkauft wird, hingegen um 6% teurer wird, dann wären es nicht sinnvoll zu sagen, dass die Tickets durchschnittlich um 4% teurer geworden sind, die gewichtete Preiserhöhung ist dann deutlich unter 4%.
Da ist bereits…
Da ist bereits Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer, Öksteuer, CO2-Steuer usw. drauf. Wann ist denn mal genug?
Es ist erst dann genug, wenn…
Es ist erst dann genug, wenn der Autoverkehr seine gesamten Kosten bezahlt, die er der Gesellschaft aufbürdet.
Die von Ihnen genannten Steuern bringen rund 30 Mrd Einnahmen, KFZ-Steuer und LKW-Maut weitere 20.
Jedoch belaufen sich allein die direkten Kosten des Autoverkehrs auf 70 Mrd, dazu kommen noch weitere 110 Mrd an indirekten Kosten.
Insgesamt also 180 Mrd Kosten, davon werden lediglich 50 Mrd aktuell durch Steuern gedeckt.
Dann können Sie sich ja ungefähr ausrechnen, wann es genug Steuern wären.
Vielleicht sinkt die…
Vielleicht sinkt die Leistung ja auch, weil mit dem D-Ticket weniger Geld zur Verfügung steht?
Nicht nur vielleicht: Einige…
Nicht nur vielleicht: Einige Bundesländer haben aus diesem Grund bereits Regionalzüge gestrichen.
Es sollte auch verbilligtere…
Es sollte auch verbilligtere Tickets für Studenten und Rentner geben!
In anderen EU-Ländern kostet ein Monatsticket mit 5€ weniger als ein Tagesticket im Karlsruher ÖPNV.
Man kann sich vor allem als Student oder Rentner kein Ticket mehr leisten!
Und gerade das sind die Altersgruppen, die für die Uni oder für die Arztbesuche am meisten den ÖPNV brauchen und darauf angewiesen sind!
Die Abschaffung des 4er Tickets war auch ein riesen Fehler!
Für Studenten gibt es doch…
Für Studenten gibt es doch das Semesterticket, oder?
Und die 63 € fürs Deutschlandticket sind schon stark verbilligt.
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