Stadttauben & Feuerwerk
Karlsruhe muss bis 2040 endlich Verantwortung übernehmen! Stadttauben leiden und sterben, weil es kein strukturiertes Hilfe- und Auffangsystem gibt. Ehrenamtliche sind finanziell und körperlich überlastet, während Verletzungen und Notfälle kontinuierlich steigen. Die Stadt braucht ein dauerhaftes, professionell betreutes Taubenhilfe-System mit ausreichend Personal, Räumen und Mitteln, in enger Kooperation mit Tierschutzorganisationen. Ein Konzept muss betreute Zufluchtsorte, Eieraustausch zur Populationskontrolle und medizinische Erstversorgung umfassen. Gleichzeitig müssen Fütterungsverbote und Ordnungsmaßnahmen erklärt, durchgesetzt und mit Alternativen verbunden werden – sonst bleiben sie wirkungslos.
Auch bei Feuerwerk muss Karlsruhe handeln: Die jährliche Böllerei verursacht Lärm, Stress und schwere Verletzungen bei Wild- und Haustieren sowie Brandrisiken. Die Stadt muss ein dauerhaftes Feuerwerksverbot in Wohngebieten und sensiblen Bereichen einführen und stattdessen sichere öffentliche Alternativen fördern. Untätigkeit ist keine Option – das Tierschutzgesetz verlangt das Verhindern erheblichen Tierleids. Karlsruhe braucht klare Verordnungen mit Durchsetzungskraft und eine kommunale Infrastruktur, die Ehrenamtliche entlastet. Nur so wird die Stadt bis 2040 lebenswert und sicher für Menschen und Tiere.
Comments
Feuerwerke und Knallkörper…
Feuerwerke und Knallkörper müssen Verbote werden
Beide Themen absolut wichtig…
Beide Themen absolut wichtig!!
Stadttauben sterben nicht,…
Stadttauben sterben nicht, weil es kein strukturiertes Auffangsystem gibt, sondern weil dies einfach der Lauf der Natur ist.
Zudem: Wieso sollte Ungeziefer noch extra geschützt werden?
Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat 2019 entschieden, dass Tauben in Massen als Schädlinge anzusehen sind.
Angesichts der klammen kommunalen Kassen, sollte dieses Thema in der Prioritätenliste ganz weit unten stehen.
Zustimmung
Zustimmung
Diese Darstellung greift zu…
Diese Darstellung greift zu kurz. Stadttauben sterben nicht allein „durch den Lauf der Natur“. Sie leben in einer vollständig menschengemachten Umgebung: an Gebäuden, auf Straßen, zwischen Glas, Verkehr, Netzen, Drahtabwehr und Feuerwerk. Verletzungen und Todesfälle entstehen hier Stein um Stein durch urbane Strukturen – nicht durch natürliche Auslese.
Auch das häufig zitierte Urteil des VGH Kassel aus 2019 ändert daran nichts. Es erlaubt Kommunen, Tauben ordnungsrechtlich als „Schädlinge“ einzuordnen, hebt jedoch das Tierschutzgesetz nicht auf. Stadttauben bleiben Wirbeltiere im Sinne des TierSchG. Vermeidbares Leiden darf weder verursacht noch bewusst hingenommen werden – unabhängig von der rechtlichen Kategorisierung.
Der Begriff „Ungeziefer“ ist daher rechtlich wie fachlich unzutreffend. Tauben sind keine Schädlinge im biologischen Sinn, sondern verwilderte Haustiere, deren Lebensraum vollständig vom Menschen gestaltet wurde. Genau daraus ergibt sich Verantwortung.
Strukturierte Maßnahmen wie betreute Taubenschläge und Eieraustausch sind kein „Extraschutz“, sondern bewährte, langfristig kostensparende Instrumente. Sie reduzieren Populationen kontrolliert, senken Folgekosten und verhindern dauerhaftes Tierleid. Probleme zu ignorieren spart kein Geld – es verlagert Kosten nur in die Zukunft.
Die Aussage, Stadttauben…
Die Aussage, Stadttauben würden „einfach durch den Lauf der Natur“ sterben, ist so nicht korrekt. Sie leben in einer vom Menschen geschaffenen Umgebung. Viele Verletzungen entstehen durch Verkehr, Glas, Netze, Drahtabwehr, Baustellen oder Feuerwerk. Wer sich informiert (z.B. bei meinKA) sieht, dass ein Großteil der Hilfe wegen menschengemachter Schäden nötig ist.
Selbst wenn man Tauben als Schädlinge betrachtet, spricht das FÜR strukturierte Lösungen. Wer weniger Tauben möchte, braucht wirksame Populationskontrolle wie betreute Schläge und Eieraustausch.
Und: Wenn es um „Schädlinge“ im Stadtbild geht, lohnt auch ein Blick auf Zigarettenkippen und Müll auf Gehwegen und Plätzen. Diese Probleme entstehen nicht durch Tauben, sondern durch MENSCHEN.
Die negative Haltung gegenüber Stadttauben beruht oft auf einem veralteten Image. Es ist sinnvoll zu hinterfragen, ob einem tatsächlich je WIRKLICH eine Taube geschadet hat – oder ob man ein Vorurteil weiterträgt, ohne es zu prüfen.
Und bitte nicht die Tauben…
Und bitte nicht die Tauben auf den Straßen füttern und Enten auch nicht. Vor allem Weißbrot verursacht bei diesen Tieren Bauchschmerzen.