Zusammenhalt der Einwohnerinnen und Einwohner
Ich kann aus 35 Jahren Erfahrung in Ostdeutschland sagen, das der Zusammenhalt in der Mangelwirtschaft funktioniert hat. Bis auf privilegierte Funktionäre, Genossen und Staatsdiener, saßen Arbeiter(innen) und Angestellte von Eisenach bis Rügen im gleichen Boot. Gleiche Preise, gleiche Bildung, gleiche Rechte und gleiche Pflichten.
Dann 1989 der Fall der Mauer und freies denken und handeln. Die einen wollten mehr und viele haben es bis heute nicht verstanden, selbstständig zu denken und zu handeln. Geld wurde so wichtig wie noch nie. Die einen hatten mehr und die anderen immer weniger und so drifteten auch die Menschen auseinander.
Freundschaften zerbrachen, viele Ehen wurden geschieden und viel soziales brach weg. Zusammenhalt gibt heute immer weniger. Man kann schon froh sein wenn im Wohnhaus gegrüßt wird, aber die vom Nachbarhaus schauen schon weg. Gleiche Interessen und Zusammenhalt findet man fast nur noch in den Vereinen unter Menschen mit gleichen Interessen. Ein riesiges Thema ist auch Neid. Aus Neid und Missgunst wird schnell Hass. Alle gleiche Rechte und Pflichten, gleiche Wohnverhältnisse, gleiches Einkommen und der Zusammenhalt wird sich wieder entwickeln, aber in unserer Gegenwart wo alle nur noch Rechte haben, bekommen wir keinen Zusammenhalt hin.
Comments
Ein auf Gleichschaltung…
Ein auf Gleichschaltung setzendes System ist abzulehnen. Der Beitrag blendet vollkommen aus, wie Menschen in der DDR systematisch entmündigt wurden. Von der Verweigerung von Rechten, wie wir sie hierb haben, wie Meinungsfreiheit, Bewegungsfreiheit usw. ganz zu schweigen.
Wenn man die damalige Zeit…
Wenn man die damalige Zeit betrachtet: In welche Richtung wollten Menschen flüchten? Dort hin oder von dort weg?
Trotzdem haben Sie Recht, am Zusammenhalt kann durchaus gearbeitet werden.
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