Weg von Heiliger Gral Politik ….
Die per Definition absolutistisch und idealistisch ist - hin zu Pragmatismus in der Politik - die Ergebnis orientiert und kompromissbereit ist.
Die Stadt Karlsruhe hat in den letzten Jahren -und tut es immer noch - massiv in Millionenhöhe investiert in
- Neubau eines Stadions
- Renovierung des Theaters
- Renovierung von Museen
- Große moderne Tunnel mit wertvoller Kunst
- Prestigeobjekte wie turmbergbahn
- viel Beton auf der Kaiserstraße, Marktplatz etc.
- das Nonplusultra in der Energiepolitik bei Neubauten und Aufrüstung bei Bestandsbauten
- Ausbau der Radinfrastruktur
- etc. etc.
Gemündet hat das u.a. in der Prämierung des strassenbahnsystems( sogar Köln besucht uns zum lernen), volles Haus in einem attraktiven Stadion als Anziehungspunkt der Stadt und den Aufstieg in die Top 3 der Radfahrerfreundlichsten Städte Deutschlands -gleicher Atemzug wie Münster! Die Vorzeigestadt seit Jahrzehnten!
Trotz des erreichtem, stehen wir auf den allerletzten Rängen in der Zufriedenheit der Bürger der Stadt.
Das sollte zu denken geben.
Die Kehrseite der Zielerreichung liegt auch in folgendem- kein Geld und Fokus für und auf
- Raum für Kinder und Jugendliche - aktuell werden sogar wieder Spiel und Bolzplätze abgebaut - es fehlen nur wenige Tausend Euro zum Erhalt dieser viel genutzten Einrichtungen
-Wohnraum wird immer teurer durch mittlerweile übersteigerte Vorschriften.Beispiel:ein befreundeter Architekt hat ein und das selbe Haus in Karlsruhe mit Abstand von 10 Jahren gebaut
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… das Ergebnis 50%…
… das Ergebnis 50% Kostensteigerung und das nicht durch höhere Material oder Handwerker Kosten sondern durch die Veränderung der gesetzlichen Vorschriften insbesondere zum Thema Energie. Diese Mehrkosten schlagen sich- auch wenn man das nicht gerne hören möchte, in höheren Mieten nieder und verhindern das Interesse an privaten Investitionen in Neubauprojekte
- kein Geld mehr um in all dem Beton Grünflächen zu schaffen und Pflege der Grünanlagen zu gewährleisten
- kein Geld mehr für den Erhalt der Schwimmbäder
- Kürzung im Bereich Kinderbetreuung mit zeitgleicher Erhöhung der Kosten
- marode Schulgebäude
- unzuverlässiger kvv ( kein Geld für Personal - alles im Tunnel vergraben)
- kein Geld für Bildung
- kein Geld für Kleinkunst und Kultur in der Stadt
- etc. etc.
Diese Liste lässt sich unendlich fortführen. Und es fehlen oft nur ein paar tausend Euro - wohingegen in Prestige Projekten Millionen verschlungen werden.
Da wünsche ich mir mehr Augenmaß, Kompromissbereitschaft und pragnatismus in der Politik und priorisierung der Themen - die alle Bürger und Bedürfnisse der Stadt Karlsruhe betrachtet und nicht nur einzelgruppen und ideologische Ziele oder Denkmal Bauten.
Vielleicht erreichen wir dann auch das Ziel, das die Menschen in Karlsruhe wieder gerne leben und die Zufriedenheit und ein freundliches Miteinander in der Stadt steigt.