Karlsruhe 2040
Ehrenamt ist mehr als Bürgervereine
Ehrenamt ist mehr als Bürgervereine
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Stadt und Wohnen
Die Stadt fördert in den Stadtteilen an ehrenamtlichen Strukturen oft nur Bürgervereine. Der in meinem Stadtteil ist kaum aktiv, die Mitglieder überaltert und der Vorstand in seinen Verlautbarungen zu Themen im Stadtteil ohne Rückkopplung mit den Bürgern. Wichtig ist es, dass die Stadt den Bürgervereinen hilft, damit diese ihren Anspruch vielleicht auch in Zukunft einmal einlösen können. So geht es, finde ich, einfach nicht weiter.
Comments
Bürgerverein = "Altherren…
Bürgerverein = "Altherren-Verband, der sich für die Belange von Autofahrern einsetzt"
Das mag jetzt etwas bös klingen, entspricht aber leider vielerorts der Realität.
Auf den ersten Blick ein…
Auf den ersten Blick ein komisches Statement, beim genaueren Nachdenken muss man jedoch feststellen, dass dies leider überwiegend wahr ist.
Trauriges Beispiel war beispielsweise Ettlingen-Neuwiesenreben: Dortige Anwohner haben sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Bus jetzt nur noch 2 Mal statt wie vorher 6 Mal pro Stunde fährt, damit das Ordnungsamt nichts gegen die Falschparker im Viertel unternehmen muss.
Ich will ja gerne in…
Ich will ja gerne in Rechnung stellen, dass diese Aussage lange richtig war. Aber von Vorurteilen muss man sich doch auch mal verabschieden. Bürgervereine sind Vereine und auch bei diesen wechseln die Personen in Vorständen immer wieder. Karlsruhe hat 25 Bürgervereine und bei 10 hat eine Frau den Vorsitz inne. Hier findet ein deutlicher Wandel zu mehr Diversität und eine Verjüngung statt.
Aber man muss sich halt ehrlicher Weise auch mal fragen, warum all die vielen Kritiker nur kritisieren, sich aber nicht selbst in die Bürgervereinsvorstände einbringen. Nicht selten "klebt" ein Vereinsvorsitzender an seinem Amt, weil es einfach keiner machen will, und schon gar keiner von den jüngeren. Also, seid der Wandel den ihr euch wünscht und engagiert euch in den Bürgervereinen. Ach ja, von wegen Pro Auto - nicht alle, es gibt sogar einen, der Mitglied im Klimabündnis ist. Erst informieren und dann urteilen, bitte nicht vorurteilen und ewig gestrige Ansichten immer weiter verbreiten.
Dem möchte ich mich…
Dem möchte ich mich anschließen. In unserem Stadtteil hat der Bürgervereinsvorsitzende einseitige Stellungnahmen zu verkehrspolitischen Planungen vor sich gegeben. in völliger Ignoranz der Tatsache, dass ein großer Teil der Bevölkerung uns insbesondere der Anwohnenden die Maßnahme begrüßt hat. Warum wird dann auf so jemanden gehört? Und warum fragt man nicht die Menschen vor Ort. Der Bürgerverein vertritt sie ja nicht.
Richtig, die Bürgervereine…
Richtig, die Bürgervereine haben in Karlsruhe einen völlig unangemessenen Stellenwert!
Man schaue sich bitte mal deren eigenes (völlig überzogenes!) Selbstverständnis an, z. B. im Bürgerheft vom Oktober 2025, Ausgabe Nr. 5:
https://akb-karlsruhe.de/wp-content/uploads/2025/10/RoterTeil.pdf
"Unser Selbstverständnis haben wir nach längerer Diskussion grafisch in einem 5-Säulen-Modell veranschaulicht. Neben den 3 klassischen Säulen der Gewaltenteilung nach Montesquieu hat Rousseau die 4. Säule der Presse und Medien gestellt. Wir sehen uns in Karlsruhe als 5. Säule der kommunalen Demokratie und agieren mit den anderen Säulen..."
Das ist schon dreist, maximal überheblich und völlig unangebracht!
Demokratie beginnt in Deutschland nun mal mit dem Gemeinderat - Punkt!
Ein Bürgerverein ist nicht mehr als ein Interessenverband. Er vertritt (Einzel-) Interessen, mehr nicht.
Ich vermisse auch mehr…
Ich vermisse auch mehr Angebote im Ehrenamt oder Intereseensgruppen, die sich zu bestimmten Themen treffen, sich aktiv einsetzen können. Vielleicht gibt es bereits mehr als bekannt. Dann müssen sie sichtbar gemacht werden.
Seit diesem Jahr gibt es die…
Seit diesem Jahr gibt es die Ehrenamtskarte. Nette Geste, aber wenn man bedenkt, dass man seine Daten dafür hergibt wenig Anreiz, da kaum Vergünstigungen (Freibad, wenige Museen). So muss man schon wieder überlegen, ob es einem das wert ist. Da könnte die Stadt mehr daraus machen, wenn es eine echte Anerkennung sein soll.
Die Stadt hat zur…
Die Stadt hat zur Ehrenamtskarte doch kommuniziert, dass gerade Stellen um Stadtgebiet gesucht werden, die die Karte akzeptieren. Und das sie gerade auch das Gewerbe dafür ansprechen. Das scheint schon in die richtige Richtung zu gehen. Gleichzeitig sind die Daten bei der Stadt/dem Land bestimmt besser aufgehoben als bei irgendwelchen Unternehmen... Ich als Bürger und Ehrenamtlicher werde mir die Karte holen!
Endlich sagt das mal einer!…
Endlich sagt das mal einer! Ich hoffe es wird in der Politik auch gehört - immer nur die Bürgervereine ranzuzitieren, führt doch zu nichts. Die Stadtteile müssen auf eine andere Art gehört werden.
Was das Ehrenamt betrifft, denke ich, dass sich dieser häufig ja auch nicht auf einen Stadtteil bezieht. Dann braucht es eine Förderung durch die Stadt, die auch konkrete Themen fördert.
Die Bürgervereine sind im…
Die Bürgervereine sind im Selbstverständnis anmaßend und bestimmt Anachronismus, wenn es darum geht die Stadtgesellschaft zu vertreten. Aber teilweise machen sie glaube ich sehr wertvolle Arbeit - in meinem Stadtteil, Waldstadt, gibt es viele Angebote für arme Menschen ( zBwarmes Mittagessen!). Vielleicht kann man diesen Handlungsansatz stärken?! Es ist doch in unser aller Sinne Bedürftige zu unterstützen. Diesen nur für sich genommenen ulkigen Vertretungsanspruch muss man wohl scharf zurückweisen, wenn er öffentlich vorgebracht wird. Es gibt in den Bürgervereinen bestimmt viele tolle Leute. Aber uns vertritt der Gemeinderat oder wir Bürger vertreten uns selbst. Da sind wir alle gefragt.
Volle Zustimmung!
Volle Zustimmung!
Es macht natürlich auch…
Es macht natürlich auch keinen Sinn einerseits Bürgerräte zu fördern und andererseits Bürgervereine als anmaßend zu kritisieren. Woher soll breites Engagement für Bürgerräte kommen, wenn in Bürgervereinen nur ein kleiner Ausschnitt aus der Bevölkerung aktiv ist?
Nach meiner Wahrnehmung ist die Situation mit den Bürgervereinen in den Stadtteilen unterschiedlich. Sie sind stark unterschiedlich repräsentativ. Mein erster Vorschlag: Es sollte ein jeder seine Stellung durch Dokumentation der Teilnehmerzahl an zentralen Veranstaltungen im Jahreslauf unter Beweis stellen und Gemeinderat und OB diese entsprechend unterschiedlich als Ansprechpartner Ernst nehmen und einbinden.
Mein zweiter Vorschlag wäre an die Bürgervereine Orte und Räume für die junge Generation zu schaffen, wo diese unter sich zusammen kommen können. "Jeder ist eingeladen" funktioniert nicht, wenn sich Jugendliche in 1:10 Unterzahl mit Senioren wiederfinden. Dann bleiben sie gleich wieder weg. Sinnvoll wäre natürlich sich hierzu mit den Vereinen und ihrer Jugendarbeit aufzustellen, nicht gegen sie, als Verein der Vereine im Quartier sozusagen.
Dennoch bleibt es schwierig, weil es eben vor allem die Senioren sind, die sich mit dem Quartier identifizieren. Jugendliche und jüngere Erwachsene empfinden die Beschränkung auf einen Stadtteil als höchst künstlich. Sie haben Freunde und Aktivitäten überall in der Stadt.
Bürgeräte werden durch den…
Bürgeräte werden durch den Staat - Bund, Land, Kommune - einberufen und durch Zufallsauswahl werden Menschen dafür gesucht, die naxh Alter, Geschlecht, etc der tatsächlichen Zusammensetzung der Bevölkerung entsprechend. Vgl.:
https://www.buergerrat.de/wissen/wie-funktioniert-ein-buergerrat/
Das hat für mich mit einem Bürgerverein dann nicht mehr viel zu tun. Da sind alte Alteingesessene in den starken Positionen.
Der Bürgerrat gründet auf der tatsächlichen Zusammensetzung der Bevölkerung. Wenn so ein Rat die gewählten Repräsentantinnen unf Repräsentanten durch Vorschläge zu einem Thema unterstützt, klingt das für mich nach vernünftiger Demokratie, die erkannt hat, das Willensbildung nur durch Repräsentantive Demokratie nicht reicht. Besser auf jeden Fall, als einen überalterten Verein mit Nachwuchsproblemen als Feigenblatt der Mitgestaltung zu nehmen.
Also Karlsruhe, trau dich!
Ich sehe nicht, wie eine…
Ich sehe nicht, wie eine Zufallsauswahl ein demokratischer Fortschritt sein soll. Einfach Mal samstags in die Stadt gehen und fünf Leute zufällig ansehen und sich vorstellen, was passieren würde, wenn die tatsächlich etwas entscheiden dürften. Demokratie = Wahlen aber doch nicht Glückssache. Da könnte man ja gleich den Zufallsgenerator über Sachfragen entscheiden lassen.
Eine Frage kann man allerdings stellen: manche Stadtteile haben Ortschaftsräte, andere nicht. Warum?
Werdet halt Mitglied!…
Werdet halt Mitglied! Meckern ist einfach, doch auch Bürgervereine sind keine Dienstleistung an euch! Es ist eine gute Sache, dass Bürger ernstgenommen werden, ihr müsst halt auch was draus machen! Mitgliedschaft kostet 12€/Jahr, geht alle einmal im Quartal zu einer Sitzung und redet mit!
Ja, mitmachen ist immer…
Ja, mitmachen ist immer besser als meckern! Aber wer sagt denn, dass die Kommentare hier von Menschen stammen, die sich nicht eingebracht haben in Bürgervereinsstrukturen?
Ich möchte gerne eine Innenansicht teilen. Ich war 16 Jahre lang Mitglied eines Bürgervereins. Zuvor war ich schon als Kind durch meine Eltern immer schon in sporadisch Kontakt und habe Veranstaltungen erlebt.
In meiner aktiven Zeit gab es verschiedene Wechsel im Vorstand. Was sich durchgezogen hat war der Umstand, dass Mitglieder unzureichend informiert und mitgenommen wurden. Letztlich hat der Vorstand in kleiner Personenanzahl Aktivitäten des Vereins festgezurrt, einzeln die Statements zu Vorhaben der Stadt gegenüber der Verwaltung verfasst, Themen vorgegeben. Das war kein offenes Gespräch unter Bürgern. Menschen, die hier mehr Mitpsrache wollten, wurden ins Abseits gedrängt. Ich habe schließlich resigniert und musste mich auch selbst schützen. Nun bin ich in verschiedenen Vereinen engagiert, unter anderem in einer Nachbarschaftshilfe hier vor Ort und in einer ehrenamtlichen Hausaufgabenhilfe und als Lesepate an einer Schule. So kann ich was für meinen Stadtteil tun, ohne auf den Bürgerverein angewiesen zu sein. Ich wünsche mir, dass die Stadt das vielfältige Engagement in den Stadtteilen anfängt zu fördern.
Die Überschrift des Beitrags…
Die Überschrift des Beitrags lautet "Ehrenamt ist mehr als Bürgervereine". Und dem ist zuzustimmen. Man mag Bürgervereine als Auslaufmodell einordnen, das keine Zukunft mehr hat, und die hiesigen Kommentare dazu stärken diese Einordnung. (Das Selbstverständnis bzw der darin aufscheinende Anspruch ist wirklich dreist! Das die sich rausnehmen so aufzutreten, mir vorher nicht bewusst) Aber: In meinem Ehrenamt spielen Bürgervereine auch keine Rolle. Sie sind mir in 25 Jahren Vorstandsarbeit in einem Sportverein auch nicht untergekommen. Wichtig ist mir, dass die Stadt das Ehrenamt breit fördert. Natürlich mir der Sport und die damit verbundenen Werte wie Respekt, Fairness und Kameradschaft besonders wichtig. Aber letztlich muss eine städtische Förderung natürlich über den Sport hinausgehen. Ohne Ehrenamt ist Karlsruhe an vielem ärmer!
Bürgervereine sind einfach…
Bürgervereine sind einfach aus der Zeit gefallen. Es geht da auf eine Weise zu... länger als etwas über ein Jahr habe ich das nicht ausgehalten. Jetzt zahl ocj nur noch Mitgliedsbeitrag. Der große Teil der Leute, die formal Mitglied sind, machen auch nix. Wems gefällt, soll es machen. Es gibt so viele Möglichkeiten etwas positives zur Gesellschaft beizutragen. Die Stadt soll halt in der Breite fördern.
Und genau das liegt der Hase…
Und genau das liegt der Hase im Pfeffer! Wie sollen sich Vereine wandeln, wenn die Menschen, die einen Wandel wollen sich nicht einbringen? Die Aktiven in einem Verein bestimmen was passiert. Wenn von 800 Mitgliedern nur 60 zur Mitliederversammlung kommen, dann könen die anderen 740 nicht einfach sagen, man hätte sie nicht einbezogen und nicht informiert. Das ist unfair und auch ein bisschen arrogant. Wenn ein Bürgerverein inhaltlich mit der Zeit gehen soll, dann braucht er die entsprechenden Menschen dazu. Personen zu motivieren, ein Amt zu übernehmen ist eine dauernde und extrem schwere Aufgabe in Vereinen. Aber meckern ist halt einfacher als an der Veränderung aktiv mit zu gestalten.
Die Bürgervereine machen…
Die Bürgervereine machen viel in den Karlsruher Stadtteilen. Das muss man doch anerkennen. Feste, Zusammenkünfte, Infoveranstsltungen. Das muss gefördert und erhalten bleiben!
Meine Beobachtung ist, dass es aber in der Regel ein kleiner Kreis an Aktiven ist. Und nahezu alle sind in der zweiten Lebenshälfte. Macht ja auch Sinn: Kinder aus dem Haus, Arbeitsleben abgeschlossen, fest im Leben stehend und noch ein paar Jahre fit.
Ich glaube, dass dir Stadt es sich mit den Bürgervereinen gerne einfach macht. Man fragt sie, damit man sagen kann, dass man die Menschen eingebunden hat. Aber Bürgervereine sind nicht die Menschen. Sie vertreten sie nicht, sie spiegeln sie auch nicht in ihrer Zusammensetzung und ihre Positionen gegenüber der Stadt führen oft zur Wut der Menschen vor Ort, die sich von Bürgervereinen 'zwangsvertreten' fühlen und von der Stadt nicht gesehen.
Mein Vorschlag: Bürgervereine in Ihrem Ehrenamt für die Gemeinschaft fördern, auch wenn sie nur einen Teil erreichen.
In Planungsfragen der Stadt muss die Stadt ihre Hausaufgaben machen und endlich die Bevölkerung einbeziehen!
Ihr habt alle keine Ahnung!…
Ihr habt alle keine Ahnung! Ohne Bürgervereine geht in Karlsruhe nichts! Nicht allgemein rumlabern, sondern besser machen! Wir reißen uns alle seit Jahrzehnten den A**** auf für euch. Undankbar!
Ich möchte Sie bitten sich…
Ich möchte Sie bitten sich in Ihrer Ausdrucksweise zu mäßigen. Sachargumente und Erfahrungen sind hilfreicher.
Bürgervereine werden von der…
Bürgervereine werden von der Stadt bestimmt vorgeschoben. Nach dem Motto, dass die Menschen doch beteiligt wurden. BEstimmt weiß die Stadt auch, dass Bürgerveine ein kleiner Kreis von Menschen eines ziemlich gleichen Schlages sind. Aber das wird dann halt ausgeblendet. Da leiden dann alle drunter - die Menschen unserer Stadt und die Stadtveraltung vielleicht auch. Wie die Bürgervereine weiß ich nicht, die sind ja aber auch nicht weldfremd. Vielleicht freuen die sich dauch darüber, dass die Stadt nicht wirklich die Menschen der Stadt fragt. Sie müssen dann nur immer die Fahne hochhalten, dass sie Menschen vertreten. [Hinweis der Moderation: Der Rest des Kommentars wurde entfernt, da er sich gegen eine bestimmte Person richtete.]
Hinweis der Moderation:…
Hinweis der Moderation:
Kritik an Beteiligungsformaten und Akteuren ist willkommen. Bitte verzichten Sie dabei aber auf persönliche Abwertungen.
Wurde hier von der…
Wurde hier von der Verwaltung ein Beitrag gelöscht? Ich finde die Diskussion sehr wertvoll! Es ist ein Thema, das einfach vielen Bürgern ein Dorn im Auge ist. Was ist hier gelöscht worden?
Ich möchte dafür plädieren…
Ich möchte dafür plädieren den Bürgervereinen einfach das Geld abzudrehen. Dann schrumpfen die vielleicht auch mal wieder auf das, was sie sind: Vereine mit alten Mitgliedern, die im Stadtteil Feste organisieren. Das ist gut. Aber mehr sollte man ihnen auch nicht aufbürden. Sonst geht man schnell den geltungs- und sendungsbewussten Vorsitzenden auf den Leim.
Ich würde mir wirklich…
Ich würde mir wirklich wünschen, dass hier mehr fundierte Kritik geübt konstruktive Kritik geübt wird. So ein Pauschalurteil ist weder gerecht noch richtig. Wir haben in Karlsruhe unzählige Vereine. Ich sage doch auch nicht, alle Sportvereine sind Mist, nur weil ich in meinem Stadtteil einem bei seinem selbstverursachtem Untergang zugeschaut habe. Ja da war der Vorstand verantwortlich. ABER auch hier gilt, was für alle Vereine und damit auch Bürgervereine gilt: die Arbeit eines Vereines wird von den Mitgliedern bestimmt. Schauen die nur zu und meckern am Stammtisch, wenn sie der Meinung sind, der Vorstand baut Mist, dann ist das ziemlich einfach gemacht. Solange die Mitglieder nicht den Mut haben sich einzubringen und auch selbst mitzuarbeiten, können sie auch nicht mitbestimmen. Und jetzt mal ehrlich,wenn das schon bei 25 Bürgervereinen, die so ziemlich alle über 100 Jahre existieren nicht klappt, dass die Menschen sich in der Breite engagiert einbringen, wieso soll das dann auch noch breiterer Ebene klappen? Sind bei Beteiligungsformaten häufig immer die gleichen Menschen vertreten? JA. Aber nicht, weil die anderen nicht gefragt wurden. Es ist leider so, dass die Menschen dazu neigen, die vielvältigen Beteiligungsmöglichkeiten in einer Demokratie nicht zu nutzen. Noch nicht mal das Wahlrecht wird ausreichend in Anspruch genommen. Aber meckern können dann 100 %. Hier wird so viel nach breiter Beteiligung und gar Bürgerräten verlangt aber mitmachen wollen die wenigsten.
Das schon zitierte…
Das schon zitierte Selbstverständnis hat mich vollkommen geschockt!
https://akb-karlsruhe.de/wp-content/uploads/2025/10/RoterTeil.pdf
"Unser Selbstverständnis haben wir nach längerer Diskussion grafisch in einem 5-Säulen-Modell veranschaulicht. Neben den 3 klassischen Säulen der Gewaltenteilung nach Montesquieu hat Rousseau die 4. Säule der Presse und Medien gestellt. Wir sehen uns in Karlsruhe als 5. Säule der kommunalen Demokratie und agieren mit den anderen Säulen..."
Ich hoffe, dass die Politik klar sieht und diesen Leute nicht auf den Leim geht!
Liebe Stadt, bitte…
Liebe Stadt, bitte Beteiligung einfach anders denken. Von mir aus werden Bürgervereine weiter gepeppelt - aber stellt dem Dialog mit ihnen endlich andere Beteiligungsinstrumente an die Seite!
Mir ist der Sinnzusammenhang…
Mir ist der Sinnzusammenhang von Breiter Beteiligung und Mitwirkung der Mitglieder in einem Bürgerverein, wie er in dem Kommentar hier am 06.02.2026 um 13:55 Uhr gemacht wurde, nicht klar. Meines Erachtens spricht aus dem Kommentar eher der Frust als die Kausalität.
Breite Bereiligung meint die Beteiligung von Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Ressourcenausstattung (Geld, Zeit, Netzwerke) an städtischen Projekten. Das kann man durch verschiedene Verfahren und Ansätze herstellen.
In einem Bürgerverein bin ich Mitglied und engagiere mich im Interesse meines Vereins - oder eben nicht. Das hat mit Breiter Beteiligung nichts zu tun und lässt auch keine Rückschlüsse auf Beteiligung an städtischen Projekten zu. Meine Erfahrung ist, dass städtische Beteiligungsprojekte gut besucht sind. Es ist aber noch an der Schraube Breiter Beteiligung zu drehen.
Ich glaube, diesem Beitrag…
Ich glaube, diesem Beitrag fehlt es an Grundwissen. Wie man bei den Streichungen bei letzten Haushaltskonsolidierung sehen konnte, unterstützt die Stadt diverse Vereine von Kultur über Sport bis Bildung und politische Arbeit. Es ist also einfach schlichtweg falsch, dass die Stadt nur Bürgervereine fördern würde. Auch deren Zuschüsse wurden stark gekürzt.
Nein. Die Zuschüsse wurden…
Nein. Die Zuschüsse wurden nicht stark gekürzt. Der ursprünglich eingebrachte Vorschlag zur Einsparung wurde durch die CDU-Fraktion reduziert. Es wird also gekürzt, aber bei weitem relational nicht so viel wie bei anderen Vereinen.
ABER: Es geht doch nicht nur um finanzielle Bezuschussung. Es geht darum, dass die Stadt immer Bürgervereine einbindet anstatt wirklich mal die breite Bevölkerung zu fragen.
Bürgervereine sind träge…
Bürgervereine sind träge Strukturen mit blinden Flecken - wir arbeiten heute auf Nachbarschaftsebene viel agiler!