Stellplatzsatzung abschaffen
Aktuell gilt bei Neubauten, dass für jede Wohnung ein Stellplatz errichtet werden muss, künftig wird dies in Karlsruhe auf 0,6 (Zentrum) bzw. 0,8 (Rest) Stellplätze pro Wohnung abgesenkt.
Um die Kosten für den Wohnungsbau und somit auch die Mietpreise zu senken, ist es angebracht, diese Stellplatzsatzung ersatzlos zu streichen. Bauträger sollen selbst entscheiden dürfen, wie viele Stellplätze sie schaffen wollen.
Damit die eingesparten Kosten nicht auf die Allgemeinheit umgelegt werden, ist es angebracht, die Bewohnerparkordnung so zu ändern, dass Bewohner aus Gebäuden, die nach 2030 (bzw. ab dem Jahr, ab dem die Stellplatzsatzung abgeschafft wird) gebaut wurden, grundsätzlich keinen Bewohnerparkausweis bekommen können.
Logischerweise muss die Parkraumbewirtschaftungen dafür aufs gesamte Stadtgebiet ausgedehnt werden.
Comments
Nein, völlig falsch! Wo…
Nein, völlig falsch! Wo gewohnt und gearbeitet wird, da werden auch Stellplätze benötigt! Allerdings sind diese auf Privatgrund herzustellen, bei Anlage im öffentlichen Straßenraum müssen Parkmöglichkeiten grundsätzlich kostenpflichtig sein - ausnahmslos im gesamten Stadtgebiet.
Der Verzicht auf den nach LBW-BW erforderlichen mindestens einen notwendigen Stellplatz sorgt unweigerlich für Verkehrsprobleme in der Stadt es geht gar nicht anders...
Stimme absolut zu. Es wäre…
Stimme absolut zu. Es wäre eine Kostensenkung auf Kosten der Allgemeinheit. So bedeutsam das Problem der Wohnkosten ist, kann es nicht auf Kosten der Allgemeinheit gelöst werden, denn diese hat es nicht verursacht.
Ich stimme ihnen voll und…
Ich stimme ihnen voll und ganz zu, dass Autos künftig verstärkt auf Privatgrund geparkt werden sollen und weniger auf öffentlichem Grund und das Parken auf öffentlichem Grund soll auch definitiv zu einem marktüblichen Preis erfolgen und nicht kostenlos oder stark subventioniert, so wie es heute der Fall ist.
Allerdings bin ich der Meinung, dass die Bauherren selbst entscheiden sollten, wie viele Parkplätze sie schaffen wollen.
Wenn sich die Wohnungen im Luxussegment befinden sollen, dann sollten mindestens 2 Stellplätze pro Wohnung errichtet werden, wenn sich die Wohnungen hingegen an Studenten, Azubis oder Senioren richten, dann werden keine Parkplätze benötigt.
Wichtig wäre aber daher die klare Regelung, dass Bewohner künftiger Neubauten gar nicht mehr auf der Straße parken dürfen, damit es eben keine Verkehrsprobleme gibt.
Wer genau weiß, dass er nicht auf der Straße parken darf, der baut sich seinen privaten Stellplatz.
Wenn die Wohnung bereits existiert, kein Stellplatz vorhanden ist und auch kein Parken auf der Straße erlaubt ist (da Neubau), dann muss man sich eben einen Stellplatz irgendwo anmieten oder sich gar nicht erst ein Auto anschaffen.
Gerade in Karlsruhe ist ein Auto nicht notwendig.
@Dr X: Und damit es keine…
@Dr X:
Und damit es keine Kostensenkung auf Kosten der Allgemeinheit wird, habe ich eingangs geschrieben, dass Bewohner von Neubauten keine Bewohnerparkausweise bekommen sollen.
Wenn man in eine Neubauwohnung ohne Parkplatz einzieht, dann kann man eben kein Auto haben, oder muss sich irgendwo einen Stellplatz anmieten.
Erläutern Sie bitte kurz die…
Erläutern Sie bitte kurz die erwartete Senkung der Kosten für den Wohnungsbau und die dadurch entstehende Mietsenkung.
Der Bau von Stellplätzen ist…
Der Bau von Stellplätzen ist teuer, da sie entweder als Tiefgarage errichtet werden müssen, oder ein Teil des Grundstücks für Parkplätze verwendet werden muss und nicht zusätzlich bebaut werden kann.
Wenn keine Tiefgarage gebaut wird, reduzieren sich die Baukosten und da die Mieten von den Baukosten abhängen reduzieren sich somit auch die Mieten.
Laut einer kurzen Internetrecherche kann für den Bau eines Tiefgaragenstellplatzes mit ~25.000 € pro Stellplatz kalkuliert werden.
Wenn keine oberirdischen Stellplätze errichtet werden, kann ein größerer Teil des Grundstücks bebaut werden, sodass sich die Kosten des Grundstücks auf mehr Quadratmeter Wohnfläche verteilen und somit pro Quadratmeter Wohnfläche niedriger werden.