25% "Spezial-Parkplätze
Eine Entwicklung hat sich noch überhaupt nicht im Stadtbild - konkret: in der Verteilung des Straßenquerschnitts - niedergeschlagen: der starke Anstieg der Lieferservices. Besonders in den "Himmelsrichtungsstadtteilen" sind die Straßen so schmal, dass an haltenden Lieferfahrzeugen mitunter schwer vorbei gefahren werden kann; dort begegnen sich häufig auch zwei solche und kommen nur mühsam aneinander vorbei.
Mein Vorschlag ist, dort wo Straßen schmal, die Bevölkerungsdichte hoch ist, und Parkplätze den Straßenverkauf begleiten 25% der Parkplätze für Lieferdienste, aber nicht nur für diese, sondern für alle, außer dauerparkende PKW nicht-Mobilitätseingeschränkter Fahrer, also
Lieferdienste, Mobilitätseingeschränkte, Kurzzeitparker (zum Be- und Entladen; 15 Min.), Handwerker, und im Fall schmaler Gehsteige für Fahrräder, Scooter, Mülltonnen, temporäre Verkehrszeichen.
Denkbar ist dafür auch eine Längsaufteilung bestehender Plätze: auf Gehsteigseite Mülltonnen, Scooter, Räder, auf Fahrbahnseite für Lieferdienste zum verkehrsfreundlichen Halten.
Comments
Wir sollten nachdenken, ob…
Wir sollten nachdenken, ob diese ganzen Lieferdienste nicht eine Verlagerung der Aktivitäten sind, die früher die Bürger in der Innenstadt getan haben. Warum bleiben diese nun fern?
Gute Frage. Die Antwort wird…
Gute Frage. Die Antwort wird aber nicht oder nur ganz wenig Karlsruhe-spezifisch sein. Die Aussicht das wieder wegzubekommen geht gegen Null. Ein Grund, warum das so angewachsen ist, ist übrigens auch, dass das nun logistisch machbar ist. Das war es in dem Umfang vor nicht all zu langer Zeit nicht. Ist insofern also auch keine Generationenfrage von wegen "Stubenhockern" o.ä.. Es geht jetzt einfach, deswegen passiert es.
Die Frage ist, ob man da…
Die Frage ist, ob man da etwas gegen tun kann.
Jedenfalls sind die ganzen Lieferdienste ein Problem, das angegangen werden muss.
Es gibt hier eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
Entweder -wie oben geschildert- mehr Ladezonen einrichten, oder die Lieferdienste vom Ordnungsamt so sehr verfolgen lassen und Knöllchen verteilen, dass sich die Belieferung mit Fahrzeugen schlicht nicht mehr lohnt.
Welche der beiden Möglichkeiten die bessere ist, dürfte jedoch relativ eindeutig sein.