Karlsruhe für Alle!

Karlsruhe 2040

Karlsruhe für Alle!

Stadt und Wohnen
Mobilität
Klima

1. Verkehr: Schluss mit „Auto gegen Fahrrad“. Regeln gelten für alle. Sicherheit entsteht auch durch Regeltreue und Kontrolle. Im Radverkehr werden Regeln oft ignoriert (rechts vorbei auch bei rollendem Verkehr). Gleichzeitig sollen Autofahrer große Überholabstände einhalten, während manche Radfahrer mit Minimalabstand und teils Spiegelkontakt vorbeifahren. Vorschlag: nachhaltige Kontrollen auch im Radverkehr; klare Trennung; Radwege so planen, dass Konfliktzonen minimiert werden.
2. Parken: Parkraum für Autos, motorisierte Zweiräder und Fahrräder. Autos werden sanktioniert, Fahrräder stehen oft im Weg. Vorschlag: Stellflächen, Regeln fürs Fahrradparken + Durchsetzung.
3. Stau: Keine künstlichen Nadelöhre. Besserer Verkehrsfluss reduziert Stop-and-Go, Lärm, Emissionen.
4. Wohnen: Mehr Neubaugebiete gegen Mangel und hohe Mieten. Vergabe an Familien nicht an Investoren.
5. Stadtklima: Mehr Grün, Schatten, Pflege statt Matsch/Staub.
6. Sicherheit: Mehr Polizei/Ordnungsdienst, Beleuchtung, Reinigung, betreute Anlaufstellen. Frauen/Kinder sollen sich jederzeit sicher fühlen, Männer auch.
7. Prävention: Früh an Schulen. In manchen Familienmilieus gibt es Misstrauen gegenüber Polizei. Polizei 1x/Quartal: Regeln, Orientierung, ansprechbar partnerschaftlich.
8. Verwaltung: Bürgerbüros erreichbar, freundlicher, Dienst für die Bürger.
9. Innenstadt: Mehr Einzelhandel und individuelle Gastronomie statt Einheitsmix, bezahlbare Mieten.

Comments

Submitted by Planmeister on Wed, 01/21/2026 - 23:05

"Parken: Parkraum für Autos". Parkraum sind immer auch Parkraum für Fahrräder (und Scooter), denn Fahrräder (und Scooter) sind Fahrzeuge und von diesen ist mit Bezug zum Parken in der StVO seit knapp 100 Jahren die Rede, nicht von PKW oder KfZ.

"Fahrräder stehen oft im Weg". Das ist richtig. In Karlsruhe stehen sie oft auf dem Gehsteig, obwohl parallel ein Parkstreifen läuft und dort Plätze frei sind, weil selbst Radfahrer die StVO bezüglich Parken nicht kennen.

Meine Forderung vor allen anderen Forderungen an uns alle: StVO lesen. Hier ist Wahrheit! Echte Wahrheit, keine gefühlte.

Ich befürchte, dass der Anteil der Autofahrer, die auf "Autoparkplätzen" abgestellte Velos akzeptieren würden, sehr klein ist.
Selbst hätte ich Sorge um mein Rad, weil es nicht angeschlossen werden kann -- und wegen Vandalismus durch erboste Autofahrer.

Der Gesetzestext ist nie die alleinige Wahrheit. Dieser lässt bewusst Freiräume, welche durch Rechtssprechung und Verordnungen gefüllt werden. Außerdem kann es wiedersprüchliche Gesetzestexte geben, auch hier ist die Rechtssprechung gefragt. Die Verwaltungsforschrift zur StVo hat bspw. längere Zeit das Parken eines Fahrrads auf dem Gehweg im Regelfall explizit als "zu gestatten" bewertet. Gegenwärtig wird vermultich kein Fahrrad, das auf dem Gehweg so abgestellt ist, dass es den Verkehr nicht beeinträchtigt, Objekt einer Ordnungswiedrigkeit sein. Und nur weil nebendran ein freier Parkstreifen ist, steht das Fahrrad auch nicht automatisch im Weg.

Submitted by Guest on Fri, 01/23/2026 - 17:34

Ich lese oft die -teils implizite- Forderung nach mehr Platz für xyz.
Mehr Platz geht aber nicht, da der Platz begrenzt ist und bereits überall für irgendetwas verwendet wird.
Wenn x mehr Platz bekommt, muss dies auf Kosten von y geschehen.

Wenn es mehr und bessere Radwege geben soll, müssen Fahrspuren oder Parkplätze wegfallen.
Wenn Fahrräder nicht mehr auf Gehwegen abgestellt werden sollen, müssen eben Parkplätze entfernt werden und durch Fahrradbügel ersetzt werden.

Und dass ein besserer Verkehrsfluss zu weniger Lärm und Emissionen führe, ist so nicht richtig: Gerade in Innenstädten wird jegliche Kapazitätserweiterung für den MIV sofort durch induzierten Verkehr wieder zunichte gemacht.

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