Mitbestimmung und Gestaltung im Ort gewährleisten - Beispiel Lebenswertes Grötzingen
Dialog und Mitbestimmung sind zwei schöne Schlagworte - sind aber nur von Wert, wenn tatsächlich zugehört und Feedback in Entscheidungen entsprechend einbezogen wird. Die Menschen, die in einem Quartier leben, sollten stärker gehört und wirklich einbezogen werden.
Die Gestaltung der Ortsmitte in Grötzingen ist so ein Dauerthema - die Einwohner haben am Dialog teilgenommen und ihre Wünsche klar geäußert. Auch rechtzeitig! Es gab auch eine quantitative Umfrage der Stadt KA zum Sanierungsgebiet - auch da wurden die Prioritäten der Einwohner klar erfasst. Diese sind aber konträr zu den Wünschen der Stadtregierung. Die Konsequenz -schwelende und offene Konflikte und hohe Unzufriedenheit, da man als Bewohner des Ortes keinen Einfluss auf den eigenen Lebensraum hat.
Das die Ortsmitte am Niddaplatz als einziger luftiger Raum der Begegnung (mit heutiger Grünfläche,bouleplatz und Spielplatz) und den wenigen und bisher gut erreichbaren Einkaufsmöglichkeiten/Ärzte/Physio/Optiker im Ort (mit entsprechenden Parkmöglichkeiten) zum großen Teil einem Neubau weichen soll, widerspricht nicht nur den Bürgerwünschen sondern auch dem gesunden Menschenverstand. Denn was eine Reduzierung der Grünfläche und ein Neubau im Ortskern mit den Sanierungszielen einer historischen Ortsmitte als lebenswerten Begegnungsort zu tun haben ist nicht nachvollziehbar. Da muss man schon die Frage stellen, ob hier nicht die Stadt Karlsruhe den Erlöswert des Grundstückes vor die Lebensqualität der Einwohner setzt?
Comments
Kirche im Dorf lassen und…
Kirche im Dorf lassen und nicht die Stadt schlecht machen, scheint mir hier vernünftiger. Wer Dialog einfordert, sollte sich auch an dessen Prinzipien halten.
Aber der Planungsprozess muss weitergehen und die Wünsche der Bevölkerung besser aufgenommen werden! Am besten mal mit einer Zufallsauswahl an Bürgern arbeiten - dann kommen nicht immer nur die alten Platzhirsche zu Wort!