Kinder und Bildung sind ein wertvolles Gut kein Kostenfaktor

Karlsruhe 2040

Kinder und Bildung sind ein wertvolles Gut kein Kostenfaktor

Die Karlsruher Familien und Bildungspolitik ist familienfern wenn nicht gar kinderfeindlich. Hier bedarf es ein großes Umdenken in der politischen Führung. Wenn man z.B. die diesjährigen Haushaltskürzungen verfolgt, ist unschwer zu erkennen, dass die größte Last die Familien tragen werden- bei immer schlechter werdenden Betreuungsangeboten und Bildungs- Bedingungen.

Auf Unverständnis stößt auch, das sehr gut und flexibel funktionierende Systeme wie die Hortbetreuung (muss die Stadt zahlen) gegen nicht Bedürfnis adäquate und unterbesetzte Ganztagsschulen Angebote ersetzt werden sollen. Diese muss das Land zahlen. Wird hier also nur Kosten Politik gemacht oder an das Wohl von Kindern und Familien gedacht?

Spielplätze werden abgebaut und Bolzplätze erst gar nicht geschaffen- zu hohe Kosten im Gartenbauamt.
Sollen Kinder lieber draußen sein oder doch lieber zocken? Das kostet dann die Stadt kein Geld.

Die Eltern sollen mehr Kindergarten Beiträge zahlen - die Betreuungs-Zeiten werden aber gekürzt und damit die Möglichkeiten Erwerbstätigkeit der Eltern reduziert.

Etc..

Stattdessen investiert die Stadt priorisiert in Beton - sei es Tunnel, Stadien, Staatstheater oder Museen etc. -Schulen und Kitas fehlen in der Liste- alle marode) Alles tolle Sachen -und sollen hier auch nicht „schlecht geredet“ werden- aber werden hier wirklich noch die richtigen Prioritäten gesetzt? Was ist mit den Kindern und Familien? Und den zukünftigen Bürgern für die Zukunft der Stadt Karlsruhe?

Comments

Submitted by Mex on Tue, 01/20/2026 - 08:48

Genau diese Gedanken gingen mir auch durch den Kopf, als ich die Sparvorschläge der Stadt sah! Kinder und Familien sind die Leidtragenden der Maßnahmen, wie ganz oft.

Kinder sind unsere Zukunft, so hieß es bei den Corona-Schulschließungen. Im Bewußtsein scheint dies bei vielen bisher nicht angekommen zu sein.

An unseren Kindern dürfen wir nicht sparen. Und wo wird nun gestrichen: Betreuungszeiten, Betreuungskosten-Unterstützung, Spielplätze, Kita-/Schul-Sanierungen, Bildung. Wie passt das zusammen?

Über unsere Kinder prägen wir unsere Zukunft! Über Bildung prägen wir unsere Demokratie, unsere Wirtschaft, Kultur und Umwelt! Sprich, übergreifende und gesellschaftsformende FOKUS-Themen, wie es nun immer so schön heißt! Aber der Schwerpunkt liegt eben nicht auf diesem Fokus.

Wenn wir das Bewußtsein für unser demokratisches Wertegerüst bereits in der Frühförderung zu den Kindern und mit den Kindern transportieren, müssen wir uns um unsere Zukunft keine Gedanken machen. Weil wir eben Werte schaffen, Konfliktbewußtsein und Digitale Kompetenz von Grund auf leben und lehren könnten --> heute wichtiger denn je!

Hierfür müsste der Stellenwert unserer Kinder grundlegend in den Vordergrund gestellt werden!

Submitted by Gast on Wed, 01/21/2026 - 16:43

Genau meine Meinung. Es geht nur um Prestigeprojekte und nicht um die Mehrheit, schon gar nicht um junge Familien.

Submitted by Guest on Mon, 01/26/2026 - 18:55

Stimmt, dann aber auch wieder nicht. Die Stadt hat in der jüngeren Vergangenheit versucht eine Lücke zu füllen, die das Land bzw. Die Länder gelassen haben: vorschuliache Bildung. Deutschland ist in dieser Hinsicht deutlich hinter einigen europäischen Ländern, aber auch dort sind es nicht die Kommunen, die die Bildung stemmen. Nachdem insbesondere der Bund die Kommunen als eine Art Kreditanstalt missbraucht und ihnen immer mehr Pflichtaufgaben aufgebürdet hat, sind solche freiwilligen Aufgaben, so gerne man sie auch übernehmen möchte, nicht mehr zu machen. Würde man es versuchen, würden die Aufsichtsbehörden übernehmen und es auch streichen, damit die aufgebürdete Pflicht übernommen werden kann. Der Bund hat auf diese heimtückische Weise - für deutsche Verhältnisse - sozial-progrssive Kommunen ausgebremst und jahrzehntelange Aufbauarbeit zunichte gemacht.

Submitted by Guest on Tue, 01/27/2026 - 16:12

Es sollte hier verantwortungsvoll und Töpfe unabhängig gedacht werden. Familien und Bildung bleiben also auf der Strecke, weil Bund, Land und Stadt die Verantwortung hin und herschieben ? Solange Millionen in Renovierung von Museen oder Infrastruktur gesteckt werden können, sollte auch Geld zur Förderung von Bildung, Kindern und Familien als Priorität eingeplant werden. Letztendlich ist Geld da - es ist immer nur eine Frage der Töpfe und Prioritäten. Bestandsschutz von Haushaltstöpfen wäre in dem Zusammenhang natürlich inakzeptabel. Förderung von z.B. frühkindlicher Bildung und kitaplätzen sollte also keine freiwillige Leistung sein sondern ein zwingender Bestandteil der Planung.

Töpfe unabhängig denken kann man. Wenn's ans Zahlen geht, geht das nicht mehr. Der Topf ist dann leer. Und Dinge mit mittlerer Priorität werden am Ende schmerzlich vermisst, wenn sie alle weg sind. Die Kommunen können nicht als zur Kreditgabe gezwungene Geiseln der Bundespolitik dienen. Sie müssen den gleichen Anteil aus dem Steueraufkommen erhalten, den sie auch an Aufgaben schultern.

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